Hunderte Liter Diesel liefen am Mittwoch auf der B10 in Geislingen aus einem Lastwagen. Der Tank des Lkw war bei einem Wendemanöver aufgerissen.

Kreis Göppingen

Stau auf B10: Lkw-Tank beim Wenden aufgerissen

Wie die Polizei mitteilt, war gegen 3.15 Uhr ein Kraftfahrer in der Eberhardstraße in Richtung Sternplatz unterwegs. Der Verkehr staute sich wegen eines Schwertransports. Deshalb entschied sich der 48-jährige Lkw-Fahrer, mit seinem Mercedes auf Höhe des Polizeireviers zu wenden und fuhr dabei über einen Gehweg. Der Randstein war zu hoch für die Tanks und beschädigte diese. Der Mann fuhr in Richtung Ulm weiter und hielt in der Karlstraße, vor der Einmündung Bismarckstraße, an. Dort entleerten sich die Tanks komplett.

Geislingen

Eberhardstraße und Karlstraße zeitweise voll gesperrt

Der Lastwagen war nicht mehr fahrbereit und musste abgeschleppt werden. Der Kraftstoff war auf der gesamten Fahrbahnbreite der Bundesstraße verteilt. Zur Reinigung waren die Eberhardstraße und die Karlstraße gesperrt. Seit etwa 6 Uhr läuft der Verkehr wieder einspurig in Richtung Göppingen. Die Gegenrichtung war am Mittwochvormittag noch gesperrt, weil die Reinigungsarbeiten noch andauern. Die Sperrung wurde gegen 11.30 Uhr aufgehoben, wie Geislingens Polizeichef Jens Rügner auf Nachfrage mitteilte.
Durch die Straßensperrung kam es zu Verkehrsbehinderungen und Stau. Außer der Polizei waren auch die Feuerwehr, eine Spezialfirma sowie Verantwortliche der Kläranlage, des Bauhofs und der Straßenmeisterei im Einsatz. Die zuständige Wasserbehörde wurde informiert. Nach derzeitigen Erkenntnissen wurde laut Polizei nicht die Umwelt geschädigt. Da jedoch nicht ausgeschlossen werden konnte, dass Diesel in die Kanalisation gelaufen ist, spülte die Feuerwehr Kanaleinläufe im betroffenen Bereich durch.

500 Liter Diesel ausgelaufen: Feuerwehr sieben Stunden im Einsatz

Insgesamt sind etwa 500 Liter Diesel ausgelaufen, berichtet Jörg Wagner, Kommandant der Feuerwehr Geislingen. Die Fahrbahn sei über eine Länge von etwa 200 Metern verunreinigt und sehr rutschig gewesen. Die Einsatzkräfte fingen den austretenden Kraftstoff auf und dichteten die beschädigten Dieseltanks ab. Nach etwa sieben Stunden war der Einsatz für die Feuerwehr, die mit insgesamt 16 Mitgliedern in vier Fahrzeugen ausgerückt war, beendet.
Auf den Fahrer des Lastwagens kommt nun zum einen aufgrund der Ordnungswidrigkeit eine Geldstrafe zu; zum anderen muss der 48-Jährige die wohl weitaus höheren Kosten für den Einsatz und die Reinigungsarbeiten bezahlen.