Atembeschwerden 18-jährige versprüht im Drogeriemarkt Pfefferspray

Mehrere Personen wurden wegen Atembeschwerden behandelt.
Mehrere Personen wurden wegen Atembeschwerden behandelt. © Foto: Matthias Jedele
Schorndorf / swp 07.01.2019
Personen in einem Schorndorfer Drogeriemarkt klagen über Atembeschwerden. Eine 18-Jährige gibt zu: Sie habe in dem Markt Pfefferspray versprüht.

Auf dem Arnoldareal in der Karlstraße klagten in einem dortigen Drogeriemarkt am Montagmorgen kurz nach 9 Uhr mehrere Personen über Atembeschwerden, woraufhin ein entsprechender Alarm ausgelöst wurde.

Der Rettungsdienst war deshalb mit zwei Rettungsfahrzeugen und einem Notarzt im Einsatz. Zur Klärung der Ursache, bei dem auch ein Brand zunächst nicht ausgeschlossen werden konnte, war die örtliche Feuerwehr mit vier Fahrzeugen ausgerückt. Einige verletzte Personen, die nach dem Einatmen eines stechenden und reizenden Luftgemisches über Atembeschwerden klagten, wurden vom Rettungsdienst vor Ort betreut. Eine schwangere Frau musste vorsorglich ins Krankenhaus eingeliefert werden.

Zuvor erworbenes Pfefferspray probiert

Bei der Abklärung zur Ursache konnte zunächst kein Auslöser gefunden werden. Die Vermutung, dass möglicherweise aus einer Spraydose Insektenschutzmittel ausgetreten ist oder versprüht wurde, bestätigte sich nicht. Letztlich gab ein 18-jähriges Mädchen, das sich beim Rettungsdienst zu erkennen gab, Aufschluss zur Ursache. Die junge Frau habe im Geschäft selbst ein zuvor erworbenes Pfefferspray ausprobiert. Die Angestellten und Kunden, die im Anschluss durch den betroffenen Gang im Drogeriemarkt liefen, hatten wohl noch die in der Luft vorhandene Partikel eingeatmet und in die Augen bekommen. Letztlich sind für die Betroffenen mit keinen weiteren gesundheitlichen negativen Nachwirkungen zu rechnen. Gegen die Verursacherin wurde ein Strafverfahren wegen Körperverletzung eingeleitet. Das Motiv der Verursacherin bleibt unklar.

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