Gaildorf / SWP Eine ganze Serie von Graffiti-Schmierereien haben Beamte des Gaildorfer Polizeipostens aufgeklärt. Es seien insgesamt 100 Fälle, bilanzierte ein Sprecher der Polizei den Ermittlungserfolg.

In den vergangenen Monaten haben im Gaildorfer Stadtgebiet Unbekannte unter anderem Gebäude, Brücken und Unterführungen mit Farbe besprüht. Die Ermittlungsarbeit der Ordnungshüter des Limpurger Landes war nun erfolgreich. Neun tatverdächtige Schüler sind dem Vernehmen nach für die Graffitis verantwortlich. Auf die Spur der neun, die alle im Alter zwischen 13 und 17 Jahren sind, kamen die Polizeibeamten durch gute Personenkenntnisse.

Ein speziell ausgebildeter Jugendsachbearbeiter des Polizeipostens ermittelte und besuchte sämtliche Treffpunkte von Jugendlichen. Dabei bekam er zahlreiche Tipps, von denen einige wenige letztendlich zum Erfolg führten. Insgesamt konnten auf diese Weise 100 Farbschmierereien geklärt werden.

Dabei entstand nach Schätzungen der Polizei ein Gesamtsachschaden von einigen zehntausend Euro. Unter anderem wurden Gebäudefassaden, Brücken, Hallen, Vereinsheime, Stromverteilerkästen, Hinweis- und Werbetafeln, Unterführungen und eine Tiefgarage mit Farben verunstaltet. Die Schüler benutzten dabei Sprühdosen und Edding-Stifte.

Bei den Tatverdächtigen handelt es sich um einen einzelnen 17-Jährigen und um eine Gruppe von acht Schülern im Alter zwischen 13 und 15 Jahren. Die jungen Leute "räumen die Schmierereien weitestgehend ein", heißt es dazu im Polizeibericht. Ihr Motiv: Unter anderem Langeweile.

Alle neun Tatverdächtigen werden angezeigt, der Jüngste, ein 13-Jähriger, ist aufgrund seines Alters strafunmündig. Zwischenzeitlich haben die acht Schüler, die aus dem Raum Gaildorf stammen, einen Teil der beschmierten Flächen wieder gereinigt. "Sie zeigen sich reumütig", betont ein Polizeisprecher. Der 17-Jährige ist umgezogen.