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Ein älteres Ehepaar hatte Kinder nach dem Weg gefragt – in sozialen Medien werden unbegründete Verdachte geschürt.

Die Polizei Aalen geht mit einer Mitteilung an die Öffentlichkeit, in der sie das Verhalten von Nutzern sozialer Medien hinterfragt. Die hatten eine Entwarnung der Polizei in einem Fall als falsch dargestellt.

Aufgrund von Hinweisen konnte das Seniorenpaar, das am Dienstagnachmittag zwei Kindergruppen in der Hauptstraße ansprach, ausfindig gemacht werden. Die beiden über 90 Jahre alten ortsunkundigen Senioren waren auf der Suche nach dem Weg zum evangelischen Gemeindezentrum, wo sie einen Seniorennachmittag besuchen wollten. Da sie den Weg nicht fanden, fragten sie die beiden Kindergruppen. Die Befragung des Paares bestätigte somit definitiv die bisherige Bewertung der Kriminalpolizei, welche das Ansprechen als ungefährlich einstufte.

Verhalten in den Sozialen Netzwerken fragwürdig

Das Polizeipräsidium Aalen hat bereits am Mittwoch aufgrund der Erkenntnisse aus den Ermittlungen das Ansprechen als ungefährlich eingestuft. Zur Beruhigung der Betroffenen sowie der Bevölkerung wurde eine entsprechende Pressemeldung unter anderem über den Social-Media-Auftritt des Polizeipräsidiums Aalen veröffentlicht.

Fragwürdig bleibt das Verhalten einiger Nutzer, die offenbar die Glaubwürdigkeit ihrer Polizei anzweifeln und dazu rieten, die Entwarnung zu ignorieren. Teilweise wurden auch Unwahrheiten verbreitet. So hat die Polizei nie behauptet, die Kinder haben das Ansprechen erfunden, oder sie als unglaubwürdig dargestellt.

Entgegen bestehender Behauptungen nimmt die Polizei jeden Fall verdächtigen Ansprechens von Kindern ernst und führt entsprechende Ermittlungen durch! So wie sie auch in diesem Fall durchgeführt wurden und die Situation mit dem Seniorenpaar letztendlich aufklären konnte.

Wir raten grundsätzlich zunächst, mit der Polizei Rücksprache zu halten, bevor – vor allem über die sozialen Medien – beunruhigende oder gar falsche Nachrichten verbreitet werden. So wurde in diesem Fall die „private Warnmeldung“ in einem sozialen Medium aktuell 486 mal geteilt, die „polizeiliche Entwarnung“ hingegen lediglich 36 mal.

Mit mehreren Eltern der betroffenen Kinder wurde mittlerweile gesprochen und sie direkt vom Ermittlungsergebnis unterrichtet.

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