Flucht 33-jähriger Türke verletzt sich bei Flucht vor der Polizei schwer

POL 26.09.2012
Mit schweren Schnittverletzungen wurde am Montagabend ein 33-Jähriger im Krankenhaus operiert und auf die Intensivstation verlegt. Er hatte sich heftig gegen Polizeibeamte gewehrt, die ihn in der Heilbronner Innenstadt kontrollieren wollten.
Der Türke sollte gegen 18.45 Uhr von einer Streife der Bereitschaftspolizei Böblingen im Rahmen von Observationsmaßnahmen in der Heilbronner Innenstadt kontrolliert werden. Die in Zivil eingesetzten Beamten wiesen sich als Polizisten aus, woraufhin der Mann ein Messer zog und rennend die Flucht ergriff.

Im Bereich der Falkenstraße stürzte er und verletzte sich dabei mit dem Messer. Die Beamten nahmen ihm das Messer weg, legten ihm zunächst Handschellen an, entfernten diese aber wieder, als sie die stark blutende Verletzung sahen. Mit heftigen Bewegungen versuchter sich der Mann den Erste Hilfe-Bemühungen der Bereitschaftspolizisten und des Notarztes zu entziehen. Nach der Operation wird nicht von einer bestehenden Lebensgefahr ausgegangen.

Während der Auseinandersetzung mit dem Türken erlitt ein Beamter solche Verletzungen, dass er dienstunfähig wurde.

Bei dem 33-Jährigen handelte es sich um einen türkischen Staatsbürger, der Deutschland eigentlich hätte verlassen müssen. Der Mann ist polizeibekannt, weil er vor wenigen Wochen in einer Neckarsulmer Pension randalierte und Sachen beschädigte. Nachdem er von einer Streife des örtlichen Polizeireviers in einer Zelle untergebracht worden war, versuchte er dort, sich mit seiner eigenen Zunge zu ersticken.

Daraufhin wurde der Mann in stationäre psychische Behandlung gebracht. Aufgrund dieser Vorgeschichte wird nicht ausgeschlossen, dass der Türke vor der Polizei flüchtete um nicht ausreisen zu müssen. Warum er das Messer zog, ist unklar. Die Ermittlungen dauern an.