Ehingen Polizei stößt bei Hausdurchsuchung auf Waffe und Drogen

Die Polizei ist bei einer Hausdurchsuchung im Raum Ehingen fündig geworden.

swp
Bei einer Hausdurchsuchungen in Ehingen hat die Polizei am Mittwoch Drogen und eine Schreckschusswaffe vorgefunden.

Polizei macht fette Beute in Ehingen: Marihuana, Haschisch, eine Cannabis-Aufzuchtanlage, Amphe­tamine und eine Schreckschusswaffe sowie scharfe Munition. Beamte der Polizei hatten in der vergangenen Woche in Ehingen und einer angrenzenden Gemeinde bei zwei Einsätzen gegen zwei Männer mehrere hundert Gramm Drogen vorgefunden und beschlagnahmt. Wie ein Sprecher der Polizei Ulm am Dienstag auf Nachfrage sagte, stehen die beiden Fälle allerdings nicht in direkter Verbindung zueinander.

Zeuge gibt Polizei Hinweis auf Drogenlager

Der erste Einsatz in Sachen Rauschgift ereignete sich am Mittwoch vergangener Woche in einer Gemeinde nahe Ehingen. Mehrere Streifen waren zum Haus eines 40-Jährigen ausgerückt. Die Ermittler hatten zuvor einen Durchsuchungsbeschluss erwirkt, nachdem es Hinweise von einem Zeugen gab, die nahelegten, dass der Mann in seinem Haus Drogen in größeren Mengen lagert.

Marihuana, Haschisch und Cannabis-Aufzucht

Als die Polizisten die Wohnung des 40-Jährigen betraten, bemerkten sie bereits Marihuana-Geruch. Während der Durchsuchung entdeckten die Beamten insgesamt 300 Gramm Marihuana, zehn Gramm Haschisch und eine Cannabis-Aufzuchtanlage. Zu den Ausmaßen der Anlage wollte der Sprecher aus ermittlungstaktischen Gründen keine Angaben machen.

Scharfe Munition ohne Erlaubnis

Ferner fand die Polizei dabei eine Schreckschusswaffe und Patronen. Für den bloßen Besitz einer solchen gekennzeichneten Waffe sei keine Erlaubnis notwendig, sagte der Polizeisprecher, lediglich für das Führen. Allerdings handelte es sich bei den Patronen um scharfe Munition für eine echte Waffe – und für die Munition jedoch konnte der 40-Jährige keine Erlaubnis vorlegen.

Die Polizei stellte das Rauschgift und die Munition sicher und ermittelt nun gegen den Mann. Gegen den Mann erging kein Haftbefehl, weil offenbar weder eine Verdunklungs- noch eine Fluchtgefahr vorliegt.

Ergebnis der Berufung: Es gibt kein milderes Urteil gegen den Raser, der einen tödlichen Unfall verursacht hat.

Zweiter Einsatz: Mehrere Haftbefehle

Der zweite Einsatz richtete sich gegen einen 28-Jährigen in Ehingen. Nach Auskunft der Polizei lagen gegen den Mann mehrere Haftbefehle wegen Straftaten vor, die er laut Sprecher „nicht beglichen hatte“. Weil der Mann zudem in Deutschland keinen amtlich gemeldeten Wohnsitz hat, mussten die Polizisten zunächst seinen Aufenthaltsort ermitteln. Am Freitag wollen Polizisten den Mann festnehmen, mussten dazu aber die Tür zum Zimmer des 28-Jährigen gewaltsam öffnen, weil dieser nicht aufmachte.

Gesuchter ergreift Flucht

Laut Polizei ergriff der Gesuchte, als er die Einsatzkräfte sah, die Flucht nach draußen durch ein Fenster. Nach einer kurzen Flucht konnten mehrere Polizisten den Mann festnehmen, wobei zwei Beamte verletzt wurden. Über die Schwere der Verletzung wollte der Sprecher keine Angaben machen.

Im Zimmer des 28-Jährigen fanden die Beamten ebenfalls Rauschgift, sie beschlagnahmten etwa 50 Gramm Marihuana und Haschisch sowie zehn Gramm Amphetamine.

Geldstrafe bezahlt, Haftbefehl außer Kraft

Auf der Polizeidienststelle konnte der Mann anschließend seine ausstehende Geldstrafe, wegen der der Haftbefehl überhaupt ausgestellt worden war, schließlich bezahlen. Daraufhin wurde der Haftbefehl außer Kraft gesetzt.

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