Ehingen Betrunken auf der B311: Schlangenlinien und Schildercrash

Ein Mann hat auf der B311 betrunken für Chaos gesorgt.
Ein Mann hat auf der B311 betrunken für Chaos gesorgt. © Foto: Eibner
Ehingen / SWP/TK 09.06.2018
Wildpinkeln, Fahren ohne Führerschein, Schlangenlinien und ein Unfall. Auf der B311 hat ein betrunkener Fahrer massiv für Chaos gesorgt.

Das nennt man dann wohl multiple Vergehen, deshalb vorab ein Auszug dessen, wofür sich ein betrunkener Autofahrer auf der B311 bei Ehingen demnächst verantworten muss: Wildpinkeln, Gefährdung des Straßenverkehrs, Fahren ohne Führerschein. Und, auch das noch vorab: Gott sei Dank ist nichts Schlimmes passiert.

Lichthupe und Schlangenlinien

Und so lief das ab: Ein Mann war am Freitagabend mit seinem Auto zwischen Ehingen und Gamerschwang auf der B311 unterwegs. Dort fuhr ihm ein VW-Transporter dicht auf, wie die Polizei den Ablauf beschreibt. Der Fahrer des VW betätigte daraufhin wohl ausgiebigst die Lichthupe und setzte den Blinker. Der 70-jährige Zeuge ließ den Drängler vorbeifahren.

„Bewässerung“ der Tankstelle

Beim Hinterherfahren aber fiel ihm offenbar die besondere „Fahrtechnik“ des VW-Fahrers auf: Modell „Schlangenlinie“. In Erbach dann hatte der Transporterfahrer offenbar eine weitere „gute“ Idee: An einer dortigen Tankstelle urinierte er kurzerhand gegen das Gebäude und brachte dabei die Angestellte gegen sich auf. Der Zeuge hatte inzwischen über Notruf die Polizei informiert.

Nachdem der VW-Fahrer sein „Geschäft“ verrichtet hatte, stieg er kurzerhand wieder in seinen Transporter und setzte seine Fahrt fort. Es folgt: der dritte Akt. Denn bevor er einer Kontrolle unterzogen werden konnte, hatte der Mann mit seinem Transporter am Ortsausgang Erbach bereits ein Verkehrsschild überfahren. Von der Kollision unbeeindruckt fuhr er weiter in Richtung Ulm. Dort konnte er von einer Polizeistreife angehalten werden.

Fixiert von vier Beamten zum Alko-Test

Aus dem Wagen stieg zunächst aber nicht der Fahrer aus, nein, den Beamten kamen beim Öffnen der Fahrertüre des VW erstmal zwei Bierflaschen entgegengerollt. Der Fahrer war augenscheinlich alkoholisiert. Nach dem Aussteigen hatte er Mühe, sich auf den Beinen zu halten. Da er zu keinem Alkoholtest vor Ort bereit war, musste er sich in einem Ulmer Krankenhaus einer Blutentnahme unterziehen. Auch dabei hatten die eingesetzten Polizisten alle Hände voll zu tun. Der Mann musste mit vier Beamten fixiert werden, bis ihm von einem Arzt Blut genommen werden konnte.

Und, die Schlusspointe darf natürlich nicht fehlen: Sein Führerschein war nicht zu beschlagnahmen, der 37-Jährige hatte gar keinen. Ihn erwartet nun ein Strafverfahren wegen Trunkenheit im Verkehr, Verkehrsunfallflucht und Fahren ohne Fahrerlaubnis.

Themen in diesem Artikel
Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel