Der 32-Jährige, der in Crailsheim, Ilshofen und Schwäbisch Hall mit einer Sturmhaube in Tankstellen, in einem Discounter und vor einer Moschee Angst und Schrecken verbreitete, hat sich bereits am 11. November vergangenen Jahres eine wilde Verfolgungsjagd mit der Polizei im Crailsheimer Stadtgebiet geliefert.

Crailsheim/Ilshofen/Schwäbisch Hall

Die bayerische Polizei soll dem Polizeipräsidium Aalen damals mitgeteilt haben, so heißt es in der Polizeimeldung, dass sie „nach diversen verübten Straftaten“ nach einem Auto fahnde. Dabei ging es um Tankbetrug und „kleinere Straftaten“ in einer Tankstelle in Schnelldorf, wie die Polizeiinspektion Feuchtwangen gestern auf Nachfrage mitteilt.
Am 11. November gegen 8.30 Uhr rauschte das gesuchte Auto an einer Streife in der Crailsheimer Schönebürgstraße vorbei. Am Steuer: der 32-Jährige. Er missachtete sämtliche Anhaltesig­nale der Polizei, gefährdete ein entgegenkommendes Auto, wich einem Streifenwagen über den Gehweg aus und fuhr über fünf rote Ampeln. Die Verfolgungsjad endete erst am anderen Ende der Stadt in der Hardtstraße. Die Polizei nahm den 32-Jährigen fest und beschlagnahmte den Führerschein. Bei dem Fahrzeug handelte es sich um das seines ­Vaters.

32-Jähriger stalkt Familie und schickt Nachrichten: „Der Tod ist bald da“

Nach Recherchen unserer Zeitung stalkt der 32-Jährige seit August vergangenen Jahres zudem eine Familie aus Schwäbisch Hall. Mal sei es extrem, mal höre man ein paar Wochen nichts von ihm, sagt eine Betroffene. Aber: „Ich will, dass das ganze Thema aufhört. Das ist nicht mehr normal.“

„Macht euch bereit, der Tod ist bald da“, solche Nachrichten schrieb er der Familie über Facebook, andere gingen in Richtung sexuelle Belästigung. Mittlerweile haben die Familienmitglieder ihre Facebook-Profile gelöscht. Seitdem benutzt der 32-Jährige das Telefon. „Der ist eine Gefährdung für die Öffentlichkeit“, betont die Betroffene.