Rund 60 Kubikmeter Gärreste-Flüssigkeit flossen am Sonntagvormittag bei Ingelfingen-Stachenhausen aus einer Biogasanlage über einen Entwässerungsgraben in den Sindelbach. Inzwischen haben Spezialisten des Arbeitsbereichs Gewerbe und Umwelt des Heilbronner Polizeipräsidiums die Ermittlungen übernommen. Nach der ersten Inaugenscheinnahme und ersten Untersuchungen muss davon ausgegangen werden, dass der komplette Fischbestand im Bach von Stachenhausen bis zur Jagstmündung, also auf eine Länge von etwa zehn Kilometern, durch die Gärmasse getötet wurde. Wieviele Fische betroffen sind, konnte noch nicht festgestellt werden. Unklar ist auch, ob die Jagst ab der Sindelbachmündung ebenfalls betroffen ist. Der Grund des Ausfließens der Gärreste liegt höchstwahrscheinlich an einem geplatzten Rohr an der Biogasanlage. Da bislang nicht geklärt werden konnte, warum dies geschah, soll ein Sachverständiger hinzu gezogen werden.