Heubach 70-jähriger Lkw-Fahrer stirbt bei Glätteunfall

Heubach / pol 11.01.2018
Auf plötzlich auftretender überfrorener Nässe auf der Landesstraße 1162 haben sich am Donnerstagmorgen innerhalb weniger Minuten zwei Verkehrsunfälle auf der Hochfläche nach der Heubacher Steige ereignet.

Während der erste der beiden Unfälle glimpflich verlief, verlor beim zweiten Unfall ein Lkw-Fahrer sein Leben. Kurz nach 7.30 Uhr war ein Pkw Mazda in Richtung Heubach unterwegs, als dessen Fahrer auf der unvermittelt glatten Straße die Kontrolle über das Auto verlor und nach rechts von der Straße abkam, wo er im angrenzenden Acker stehen blieb. Er hatte sein Auto gerade verlassen und suchte im dortigen Netzschatten nach einer Möglichkeit sein Handy zu benutzen, als er mit ansehen musste, wie ein Lkw, der in Gegenrichtung fuhr, im selben Bereich ins Schlingern gerie. Beim Versuch den mit Erde beladenen 32-Tonner wieder zu stabilisieren, kippte der Lkw auf die Beifahrerseite, rutschte so noch eine Strecke auf der Straße entlang und blieb dann quer zur Fahrbahn stehend an einem Baum liegen. Der Fahrer fiel dadurch auf den Boden der Beifahrerseite, wo er so eingeklemmt wurde, dass er nicht einfach befreit werden konnte.

Der Notarzt konnte an der Unfallstelle nicht mehr helfen, sondern musste den Tod des Lkw-Fahrers feststellen. Um den Fahrer aus dem Führerhaus zu bergen, musste es durch die Feuerwehr mittels einer Seilwinde angehoben werden. Beim verstorbenen Lkw-Fahrer handelt es sich um einen 70 Jahre alten Mann aus einer Kreisgemeinde. Die Polizei sperrte die Strecke bei Bartholomä und in Heubach, bis durch die Straßenmeisterei eine stationäre Umleitungsbeschilderung aufgebaut werden konnte.

Zur Bergung, Aufrichtung und Abtransport des Lkws wurden drei Abschleppfahrzeuge eingesetzt. Da aus dem beschädigten Fahrzeug Betriebsstoffe ausgelaufen waren, wurde das Umweltamt des Landratsamtes an der Unfallstelle benötigt, um festzustellen, ob und welche Maßnahmen dadurch erforderlich waren. Der Sachschaden durch den Unfall wurde vorläufig auf rund 65.000 Euro geschätzt. Die Landesstraße war bis 14.50 Uhr voll gesperrt.

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