Heftige Gewitter, Starkregen und Sturmböen führten in den Nachtstunden von Dienstag auf Mittwoch zu einer größeren Anzahl von Feuerwehreinsätzen, teilt das Landratsamt mit. Besonders betroffen waren demnach die Bereiche Ditzingen, Korntal Münchingen, Kornwestheim, Ludwigsburg, Remseck und Schwieberdingen. Insgesamt 92 Feuerwehreinsätze wurden in diesem Zeitraum abgearbeitet, die Mehrzahl davon wegen umgestürzten Bäumen und vollgelaufenen Kellern.

In der ersten Stunde, nach Beginn des Unwetters, wurden durch die Mitarbeiter der Integrierten Leitstelle des Landkreises 98 Notrufe über die Notrufnummer 112 angenommen. Insgesamt liefen über den Zeitraum der Unwettereinsätze 200 Telefonate in der Leitstelle auf, davon 121 Telefonate über die Notrufnummer 112.

Wegen des Umwetters hat das Ludwigsburger Polizeipräsidium in der Hauptzeit zwischen 21.40 und 22.50 Uhr am Dienstagabend laut einer Sprecherin 38 Notfallanrufe erhalten. Schwerpunkt der Einsätze seien Schwieberdingen, Ditzingen, Remseck und Ludwigsburg gewesen. In Schwieberdingen sei etwa der Mercedes eines 53-Jährigen während der Fahrt seitlich von einem umfallenden Baum beschädigt worden.

In Ludwigsburg in der Schlossstraße habe sich ein Gullideckel wegen der Wassermassen gehoben. Gegen 22.30 Uhr sei ein Bus darüber gefahren und dabei habe sich der Kanalschacht gehoben. Die Folge: Fünf der sechs Fenster am Bus wurden beschädigt, ein Sachschaden von 15 000 Euro, wie das Polizeipräsidium mitteilt.

Am Mittwochmittag ging es dann mit heftigen Regenfällen im Kreis weiter. Aufgrund der Wetterlage mussten laut Landratsamt die noch ausstehenden Arbeiten entlang der Kreisstraße 1638 in Hohenhaslach  verschoben werden. „Daher können wir die Straße nicht wie vorgesehen am Freitag wieder eröffnen“, teilt das Landratsamt mit. Die Freigabe der Straße wird dann voraussichtlich Mitte kommender Woche erfolgen.