Drei mutmaßliche Rauschgiftdealer im Alter von 19, 24 und 36 Jahren gingen der Kriminalpolizeidirektion Böblingen am Freitag ins Netz. Seit Mitte August gingen die Ludwigsburger Rauschgiftfahnder Hinweisen auf illegale Drogengeschäfte im Umfeld von Benninger Asylbewerberunterkünften nach, und führten unter anderem verdeckte Ermittlungen durch. Bei den Verdächtigen handelt es sich um Asylbewerber gambischer Herkunft, die selbst in den Unterkünften wohnten. Die Polizisten griffen am Freitagmittag bei einem Rauschgiftgeschäft über etwa 450 Gramm Marihuana im Wert von rund 2600 Euro zu. Der 36jährige Tatverdächtige versuchte zu flüchten. Seine zwei Komplizen wurden mit Unterstützung durch Beamte des Polizeipräsidiums Einsatz im Anschluss im Bereich ihrer Unterkünfte vorläufig festgenommen. Ein weiterer mutmaßlicher Mittäter im Alter von 35 Jahren ist untergetaucht. Mit richterlichem Beschluss durchsuchten die Polizeikräfte zudem die Zimmer der Verdächtigen in den Unterkünften. Noch am Freitag wurde der 36-Jährige in eine Justizvollzugsanstalt eingewiesen. Gegen ihn lag in dieser Sache bereits ein Haftbefehl vor. Gegen die 19 und 24 Jahre alten Männer beantragte die Staatsanwaltschaft Heilbronn ebenfalls den Erlass eines Haftbefehls, den der zuständige Richter am Samstag erließ und in Vollzug setzte. Auch sie wurden zwischenzeitlich in eine Justizvollzugsanstalt gebracht. Die Ermittlungen dauern an.