Remseck Einsatzkräfte retten Rinderherde

Remseck / BZ 12.10.2015
Zu einem Großeinsatz mit Tücken wurden Polizei und Feuerwehr am Samstag auf einen brennenden Aussiedlerhof in Remseck gerufen. Es gelang, fast alle Tiere zu retten.

Gegen 22 Uhr am Samstagabend wurde der Polizei der Brand einer Maschinenhalle auf einem Aussiedlerhof in der Lembergstraße in Remseck-Hochdorf gemeldet. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte hatte das Feuer auf die daneben befindliche Stallung übergegriffen. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich dort etwa 100 Rinder. Durch das rasche Eingreifen der Einsatzkräfte und der Landwirte hätten die Tiere in ein Bodensilo getrieben getrieben werden können, wo sie in Sicherheit waren, berichtet die Polizei. Ein Rind habe sich jedoch von der Herde abgesetzt und auf der Flucht auf ein Freigelände ein Einsatzfahrzeug der Feuerwehr beschädigt. Das Tier habe trotz aller Bemühungen nicht wieder eingefangen werden können und musste vom Jagdpächter erlegt werden.

Der Kreisbrandmeister und die Feuerwehren Ludwigsburg, Remseck, Marbach, Kornwestheim und Affalterbach waren mit 27 Fahrzeugen und etwa 120 Wehrleuten vor Ort. Zur Räumung des Brandorts musste ein Bagger hinzugezogen werden - was leichter gedacht als gemacht war. Bei der Anfahrt sei dieser in der Hochdorfer Straße an einem Freilandstromkabel hängengeblieben, heißt es im Polizeibericht. Das abgerissene Stromkabel führte zu einem teilweisen Stromausfall in der nahen Umgebung. Der Bagger war dadurch nicht mehr einsatzfähig. Ein Ersatzbagger musste mit einem Tieflader aus Freiberg angeliefert werden.

Der Rettungsdienst war mit etwa 30 Einsatzkräften vor Ort. Verletzte gab es nicht. Zur Absperrung des Einsatzortes vor Schaulustigen sowie für die erforderlichen Ermittlungen waren mehrere Einsatzfahrzeuge des Polizeireviers Kornwestheim und der Polizeipräsidien Aalen und Stuttgart eingesetzt. Der Sachschaden wird auf mindestens 600.000 Euro geschätzt. Nach bisherigem Ermittlungsstand wird von einer technischen Ursache als Brandauslöser ausgegangen, teilt die Polizei mit.