Bei bundesweiten Razzien wurden am Donnerstag 13 Wohnungen und zehn Shisha-Shops vom Zollfahndungsamt München durchsucht. Im Einsatz waren rund 130 Zollfahnder, die etwa 100 Kilogramm unversteuerten Wasserpfeifentabak sicherstellten. Darüber hinaus wurden mehrere Konten gepfändet.

Den Auftrag für die Fahndungsarbeit haben die Staatsanwaltschaften Stuttgart, Karlsruhe, Freiburg, Limburg sowie dass Hauptzollamt Karlsruhe erteilt.

370.000 Euro Steuerschaden - Geschäftsmann aus Polen festgenommen

Auslöser für die Ermittlungen war ein Verfahren gegen einen türkisch-stämmigen 35-jährigen Geschäftsmann, der im polnischen Lodz mit Wasserpfeifentabak handelte. Er soll in den Jahren 2016 und 2017 zirka 16.000 Kilo Wasserpfeifentabak nach Deutschland verkauft haben, ohne ihn in Deutschland versteuert zu haben.

Der entstandene Steuerschaden beträgt rund 370.000 Euro. Der 35-Jährige wurde im Januar 2019 festgenommen und ist seitdem in Untersuchungshaft.

Tabak wurde in deutschen Shisha-Shops verkauft

Die Ermittler konnten zwölf Abnehmer in ganz Deutschland identifizieren. Diese ließen sich den Tabak per Paketdienst oder bei größeren Mengen mit einem Kurier aus Polen liefern und verkauften diesen in ihren Shisha-Shops. Bei den Razzien wurden zudem 13.000 Tabletten Potenzmittel und 32 Ampullen mit diversen Dopingmitteln sichergestellt.

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