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Besigheim schafft in Sersheim erneut den Klassenerhalt

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Die Spvgg Besigheim hat das entscheidende Relegationsspiel gegen den TSV Kleinsachsenheim mit 3:0 gewonnen, dadurch den Klassenerhalt in der Fußball-Kreisliga A3 gesichert und seinem Trainer Giuseppe Orefice einen versöhnlichen Abschluss beschert. Der Übungsleiter hört nach vier Jahren in Besigheim auf, um eine mindestens einjährige Pause einzulegen. Seine Nachfolge tritt Michael Sabljo an, der als Spielertrainer fungieren wird. Er spielte zuletzt beim Landesliga-Aufsteiger SV Kornwestheim und war davor bei Croatia Bietigheim als mitspielender Coach.

Was auf dem Papier am Ende nach einer klaren Angelegenheit aussieht, war es auf dem Sportgelände in Sersheim aber keinesfalls. Vor den rund 630 Zuschauern erwischte Kleinsachsenheim am Samstagabend den besseren Start in die Partie. Dass die Mannschaft von Trainer Jochen Folk eine Woche weniger Pause und auch noch 120 Minuten gegen den FV Markgröningen in den Beinen hatte, war nicht zu erkennen. Bereits in der dritten Minute dribbelte Marcel Göttfert von links schön in den Strafraum, aber Besigheims Schlussmann Robin-Dean Mihojlovic machte die kurze Ecke gut zu.

B-Ligist mit mehr Spielanteilen

Nach zehn Minuten bekam man kurz den Eindruck, dass Besigheim spielerisch die Kontrolle übernahm, doch außer zwei Abschlüssen von Sidar Tan und Pierluigi Isaia, die Marcel Mikosch im TSV-Tor vor keine Probleme stellten, kam von der Sportvereinigung nicht viel. Stattdessen ließ der Vizemeister der Kreisliga B 7 den Ball laufen und versuchte seine Offensivreihe mit Göttfert, Michael Majer und Jens Bayerdörfer in Szene zu setzen. Dies gelang aber nur selten. Die größte Chance hatte Göttfert in der 30. Minute. Nach einem langen Freistoß von Eike Fiedler aus der eigenen Hälfte legte Bayerdörfer ab und Göttfert versuchte es per Direktabnahme aus 16 Metern, die aber von Mihojlovic pariert wurde. „Wir hatten in der ersten Hälfte die klareren Chancen, haben es aber verpasst in Führung zu gehen. Dann wird es ein anderes Spiel“, sagte Folk.

Besigheim bekam bis zur Halbzeit kaum Struktur ins Offensivspiel. Ein Klassenunterschied war nicht zu erkennen, aber 60 Sekunden vor der Pause fiel das 1:0 für die Besigheimer – ein Tor aus dem Nichts. Nach einem Ball in die Spitze knickte ausgerechnet TSV-Innenverteidiger Sascha Wendler, der bis dahin nahezu jeden Zweikampf gewonnen hatte, unglücklich um, sodass Tan ungestört auf Marc Kaminski querlegen konnte und der Besigheimer Torjäger hatte im Zentrum keine Mühe zum 1:0 einzuschießen. „Das war natürlich ein Tor zum richtigen Zeitpunkt“, freute sich der Besigheimer Coach Orefice.

Gegentreffer wirkt nach

Nach dem Seitenwechsel wirkte das Gegentor kurz vor der Halbzeit bei den Kleinsachsenheimern noch nach. Die Besigheimer zeigten nun zwar öfters ihre spielerischen Fähigkeiten und kombinierte sich durchs Mittelfeld. Richtig zwingend wurde der A-Ligist dabei aber nicht. Stattdessen bäumte sich Kleinsachsenheim ab der 60. Minute nochmal auf. Der TSV, der die Runde in der B 7 punktgleich mit Meister und Aufsteiger TSV Häfnerhaslach beendet hatte, agierte auf Augenhöhe und wäre beinahe zum Ausgleich gekommen. Nach einem langen Ball von Wendler lief Spvgg-Schlussmann Mihojlovic aus seinem Tor, doch Majer kam vor dem Schlussmann an den Ball, überwand diesen mit einem Lupfer aus 16 Metern, traf aber nur den Außenpfosten (64. Minute). „Wenn da das 1:1 fällt, hätten wir gegen Ende noch mehr zulegen können und eine gute Siegchance gehabt“, vermutete Folk. Schon gegen Markgröningen war seine Mannschaft nach einem 0:2- und 2:3-Rückstand zurückgekommen und hatte am Ende im Elfmeterschießen gewonnen. In Sersheim gelang dies jedoch nicht. Stattdessen erzielte Besigheim das zweite überraschende Tor. Max Fellmeth passte im Mittelfeld quer auf Alexander Haiber, der nicht entscheidend angriffen wurde. So nahm er aus knapp 30 Metern Maß und setzte seinen kraftvollen Schuss platziert ins Eck (83.).

Abgesehen von einer Direktabnahme von Steffen Seyb knapp rechts vorbei (87.) war die Kleinsachsenheimer Gegenwehr anschließend gebrochen. In der ersten Minute der Nachspielzeit traf Kaminski noch zum 3:0. Cosmiano Ciccarese hatte zuvor einen Befreiungsschlag von Weidner geblockt, sodass Kaminski wieder frei vor Mikosch auftauchte und einschieben konnte. „Über das dritte Tor müssen wir nicht mehr reden. Schade, dass es am Ende so deutlich ist, denn wir waren mindestens auf Augenhöhe, aber Glückwunsch an Besigheim“, sagte Folk. Sein Gegenüber und Kumpel Orefice zeigte sich sichtlich erleichtert: „Ich bin glücklich, dass es jetzt so zu Ende geht und ich nach 2015 meine zweite Relegation gewinnen konnte. Ich wünsche Besigheim alles Gute und dass sie es nächstes Jahr besser machen.“

Sersheim scheint ein gutes Pflaster für die Besigheimer zu sein. Denn schon vor zwei Jahren hatten sie dort mit einem 2:0-Erfolg im Relegationsspiel gegen den TSV Häfnerhaslach den Klassenerhalt noch geschafft.

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