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Auf Spurensuche in Polen

„Verteidigung der Freiheit – früher und heute“, war der thematische Rahmen für die vom PKC Freudental veranstaltete sechstägige Studienreise nach Polen.

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Die aktuelle politische Entwicklung Polens ist durch die Berichterstattung in den deutschen Medien präsent. Insbesondere wegen der Reform des Verfassungsgerichtes und der öffentlich-rechtlichen Medien sieht die EU-Kommission die Rechtsstaatlichkeit in Gefahr. Gabriele Lesser, die als Korrespondentin regelmäßig für deutsche Medien berichtet, vermittelte im Gespräch mit der Reisegruppe eindrücklich, wie sich der Umbau des politischen Systems auf die gesellschaftliche Situation und den Alltag der Menschen auswirkt. Sie befürchtet, dass der Protest der Zehntausende, die regelmäßig auf die Straße gehen, an der Regierung abprallt. Ausgehend von der heutigen Situation begaben sich die 20 Teilnehmenden, begleitet von Barbara Schüßler und Isolde Siegers vom PKC Freudental, auf Spurensuche.

Warschau spiegelt im Stadtbild – zwischen pittoresk wieder aufgebauter Altstadt und den Stadtteilen jenseits der Weichsel – das Spannungsverhältnis zwischen nationalistisch und pro-europäisch gesinnten Bürgern Polens. Nur noch bruchstückhaft sichtbar sind die ehemaligen jüdischen Viertel mit dem Ghetto. Dokumentiert ist die jüdische Geschichte Polens in dem erst 2013, zum 70. Jahrestag des Ghetto-Aufstandes, eröffneten POLIN-Museum. Sowohl die Architektur des Gebäudes, als auch die Ausstellungsgestaltung und die Vielfalt der hier vermittelten Informationen überzeugte.

„Krakau wirkt auf den ersten Blick wie eine Bilderbuchstadt“, berichten Barbara Schüßler und Isolde Siegers, die Leiterinnen des Pädagogisch-Kulturellen Centrums Ehemalige Synagoge Freudental.

Dabei ist sie sehr lebendig. Die Geschichte der Juden wird im Stadtteil Kazimierz gut sichtbar. Hier hat sich nach dem Ende des Holocaust wieder eine jüdische Gemeinde angesiedelt. Koschere Lokale laden ein, die jüdische Kultur zu erleben und genießen. Wandeln lässt sich hier auf den Spuren des Films „Schindlers Liste“. Die Fabrik beherbergt heute ein Museum, das die Geschichte Krakaus während der Besetzung in einem erweiterten historischen Kontext zeigt.

Nur etwa 50 Kilometer von Krakau entfernt liegt das ehemalige Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau, das zum Symbol wurde für den Holocaust. Die vielfältigen Informationen, insbesondere die Barackenanlage und die „Zentralsauna“ in Birkenau beeindruckten nachhaltig. Mit dem Gedanken „dass Auschwitz nie wieder sei“, wurden die Eindrücke noch lange diskutiert.

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