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„Ich hatte schon immer ein Faible für die Feuerwehr“

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Am 13. Juli 2015 bekämpfen mehr als 100 Feuerwehrleute die Flammen, die aus einem Haus in der Fräuleinstraße schlagen. Sie gehen bis an die Belastungsgrenze, um ein Übergreifen des Feuers auf die Altstadt zu verhindern. Mit Erfolg. Es ist einer der spektakulärsten Einsätze, an die sich Matthias Röder erinnern kann. „Auf der Rückfahrt dachte ich, das hätte auch anders ausgehen können“, erzählt das 30-jährige Mitglied der Abteilung Bietigheim nachdenklich.

Feuerwehrleute riskieren bei Einsätzen mitunter Leib und Leben. Röder hat miterlebt, wie ein Kamerad durch einen Stromschlag verletzt wurde, ein anderer fiel durch eine Lichtkuppel. Er selbst wurde einmal durch ein Wellblechdach im Gesicht verletzt. Das nötige einem Respekt vor den Gefahren ab, berichtet der selbstständige Bauingenieur.

Dass er das als Freiwilliger auf sich nimmt, hat mehrere Gründe. Da ist zum einen die Technik. Matthias Röder spielte als Kind mit Feuerwehrautos, bei einem Fest begeisterten ihn die richtigen Feuerwehrfahrzeuge – der Grund, dass der Bietigheimer mit 13 Jahren in die Jugendfeuerwehr eintrat. „Ich hatte immer schon ein Faible für die Feuerwehr“, sagt er. „Feuerwehr fand ich cool.“

Hinzu sei das Aufregende gekommen, das ebenfalls zur Feuerwehrtätigkeit gehöre, das nicht Planbare. „Ein bisschen Abenteuerlust ist auch dabei“, räumt Röder ein. Und die Hilfe am Nächsten, für die die Feuerwehr da ist. Doch über diesen Aspekt werde in der Truppe meist nicht groß gesprochen, meint er.

Nach fünf Jahren in der Jugendfeuerwehr trat Matthias Röder mit 18 Jahren in die aktive Wehr über, auch um dort seinen Ersatzdienst zu leisten. Doch das sei nur ein Teilaspekt gewesen, er blieb auch nach Ende dieser Zeit der Feuerwehr treu. Bereits mit 18 wurde Röder zum Atemschutzträger ausgebildet. Mit 20 machte er den Führerschein über die Feuerwehr, absolvierte den Truppführer- und den Maschinistenlehrgang. Schließlich, mit 29, besuchte er die Landesfeuerwehrschule, um sich zum Gruppenführer weiterzubilden. Hinzu kamen viele kleinere Schulungen, um in der komplexer werdenden Feuerwehrtechnik fit zu bleiben.

Immer in Bereitschaft

Als Gruppenführer hat Matthias Röder bei Einsätzen das Kommando über acht Feuerwehrleute, das heißt, eine Fahrzeugbesatzung. Es ist keine feste Gruppe, sondern die Zusammensetzung, auch das Gruppenkommando, wird bei jedem Einsatz festgelegt.

Zu den Belastungen von Freiwilligen in der Feuerwehr gehört auch, dass sie immer auf Abruf zur Verfügung stehen müssen, wenn es einen Alarm gibt. Dann leiden sowohl Privat- als auch Berufsleben. Das gehe nur, wenn das Umfeld mitziehe, sagt Röder. Dafür, dass die Freundin nicht immer begeistert sei, wenn er mal wieder zum Einsatz müsse, habe er Verständnis. Auch er denke manchmal „nicht schon wieder“, wenn der Melder angehe. Vor allem, da die Zahl der Alarmierungen in der Stadt zugenommen habe.

Andererseits: Die Feuerwehr genieße in den Augen der Bevölkerung große Anerkennung. Er selbst habe von Freunden und Bekannten noch nie etwas Negatives gehört, wenn es um die Feuerwehr ging, erzählt Matthias Röder. Das gebe Motivation und mache es einem leicht, weiter diesen Freiwilligendienst für die Bürger zu verrichten.

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