Ehingen / Renate Emmenlauer Regionalität, Kundennähe und Nachhaltigkeit sind Themen der 38. "Haus-Heim-Garten" in Ehingen. Die Aussteller sind zufrieden.

Als große Stärke der Frühjahrsmesse gilt die Regionalität der Aussteller. Das hat sich bei der zweitägigen Veranstaltung erneut gezeigt. Vielfach kannten sich die Besucher und die Verantwortlichen der Betriebe schon, weshalb sich schnell Gespräche entwickelten. Zudem nahmen sich die 40 Aussteller Zeit für die Beratung der Interessierten, um für ihre Anliegen Lösungen zu finden.

„Nähe schafft Vertrauen, das persönliche Gespräch mit den potenziellen Kunden kann nie durch eine digitale Technologie ersetzt werden“, sagte Oberbürgermeister Alexander Baumann bei der Eröffnung der 38. Frühjahrsmesse am Samstagvormittag in der Lindenhalle. „Regionalität bedeutet auch Nachhaltigkeit“, sagte Baumann. Die Frühjahrsmesse rücke den Besuchern einmal mehr ins Bewusstsein, wie gut die Region hier in den Bereichen Handwerk, Handel und Dienstleistung aufgestellt sei. Dank sagte er Wolfgang Rothenbacher als Initiator und Organisator der Messe. „Sie haben sich immer am Puls der Zeit orientiert. Bleiben Sie weiter so motiviert.“ Rothenbacher sagte: „Die 40. Messe mache ich auf alle Fälle noch voll. Und sicher auch einige Auflagen danach.“ Der Messe-Chef zeigte sich begeistert von den Präsentationen der Aussteller. Er verwies auch auf die aktualisierte App und die Internetseite der Frühjahrsmesse, über die alle Firmen verlinkt seien. Auch hier stehe die Nachhaltigkeit im Fokus.

Immer wieder haben die Betriebe so im Nachgang schon Aufträge erhalten, weil sich die Messebesucher die Homepage eine Firma angeschaut hatten, was dann ihr Interesse noch Monate danach weckte. Wie Rothenbacher anmerkte, seien zu den Stammausstellern Neue dazugekommen, die Emanio Energieingenieure (Ehingen), die Lohnsteuerhilfe SteuerRing (Ehingen), Repass Sanierungstechnik (Munderkingen) und die Regionale Energieagentur (Ulm).

Aus Datenschutzgründen habe man auf das Messegewinnspiel verzichtet. Jeweils 500 Euro erhält die Stadt Ehingen jährlich für soziale Zwecke, die heuer an die Muckenspritzer zu ihrem 160-jährigen Bestehen flossen. Weitere 500 Euro spenden die  Aussteller künftig selbst an gemeinnützige Organisationen, diesmal wurde das künftige Hospiz in Kirchbierlingen bedacht.

Mit Blick auf die kaum zweistelligen Temperaturen sprach Wolfgang Rothenbacher von einem „guten Ausstellungswetter“. Was sich über die zwei Tage bestätigte.

Am Sonntag lief parallel zur Messe der verkaufsoffene Sonntag. Auch mit der Resonanz am Samstag zeigten sich die Aussteller zufrieden. Nicht von ungefähr, jede der teilnehmenden Firmen hatte sich ins Zeug gelegt, um den Besuchern außer Trends und Neuheiten auch Aktionen zu bieten. Wohl hatte am Eröffnungstag auch die Schulklassen-Aktion wieder Wirkung gezeigt. Die Schüler waren fleißig gewesen – denn je mehr Besucher eine Schulklasse bringt, desto mehr Geld spendet der jeweilige Betrieb in die Klassenkasse.

Geschichte Ehingens

Erneut mit dabei bei der Messe war die Museumsgesellschaft Ehingen, die für geschichtliche Bücher über Ehingen, den historischen Postkartenkalender und mit ihrem Jahresprogramm für Neumitglieder warb. Das Finanzamt informierte über den elektronischen Steuerausgleich und die Stadt Ehingen präsentierte ihr breites Spektrum im Bereich Tourismus.