Großes Stelldichein beim Sommerfest des gemeinsamen Stuttgarter Büros von SÜDWEST PRESSE, Badischer Zeitung und Badischen Neuesten Nachrichten: Auf der Terrasse des Württembergischen Automobilclubs drängten sich am Montagabend Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Justiz und Gesellschaft.

Fast das gesamte Landeskabinett und die wichtigsten Landtags-Vertreter zu Gast

Mit Stephan Harbarth, Präsident des Bundesverfassungsgerichts in Karlsruhe, gab sich der wichtigste Vertreter der Justiz in Deutschland die Ehre. Die Landesregierung war mit Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) und allein neun Fachministern ebenfalls prominent vertreten – genauso wie der Landtag, vorneweg mit Präsidentin Muhterem Aras (Grüne), den Fraktionschefs Andreas Schwarz (Grüne), Manuel Hagel (CDU), Andreas Stoch (SPD) und Hans-Ulrich Rülke (FDP); die Bundesregierung mit den parlamentarischen Staatssekretären Benjamin Strasser und Jens Brandenburg (FDP) und die Stadt Stuttgart mit OB Frank Nopper (CDU).
In guter Stimmung: Landtags-Präsidentin Muhterem Aras, CDU-Fraktionschef Manuel Hagel und Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU).
In guter Stimmung: Landtags-Präsidentin Muhterem Aras, CDU-Fraktionschef Manuel Hagel und Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU).
© Foto: Andrea Fabry

Die aktuellen Krisen beherrschten die Gespräche

Topthema des Abends waren – neben Plänen der Akteure für die anstehende parlamentarische Sommerpause im Land – die aktuellen Krisen, vor allem die drohende Gasmangellage. In Stuttgart werde das, was Bürgern in den gegenwärtigen Krisen zugemutet werde, in greifbare Politik umgesetzt, unterstrich der Chefredakteur der SÜDWEST PRESSE, Ulrich Becker, die Bedeutung der Regionalzeitungen. „Niemand ist – ob über unsere digitalen Kanäle oder die Tageszeitung – so lokal wie wir.“

Kretschmann: Demokratie ohne Zeitung für ihn unvorstellbar

Auch Ministerpräsident Kretschmann betonte den Stellenwert der Regionalzeitungen. Mit ihrem gemeinsamen Büro in Stuttgart, das auch die Rhein-Neckar-Zeitung beliefert, und ihren Korrespondenten Axel Habermehl, Roland Muschel, Jens Schmitz und Theo Westermann setzten die Zeitungsverlage „ein starkes Signal für Qualitätsjournalismus“. Er könne sich überhaupt nicht vorstellen, wie eine Demokratie ohne Zeitung funktionieren solle.
Hatten Diskussionsstoff: Stuttgarts OB Frank Nopper (CDU) im Zwiegespräch mit dem grünen Verkehrsminister Winfried Hermann.
Hatten Diskussionsstoff: Stuttgarts OB Frank Nopper (CDU) im Zwiegespräch mit dem grünen Verkehrsminister Winfried Hermann.
© Foto: Andrea Fabryt
Wenig später präsentierte sich Kretschmann auch dem bundesweiten Fernsehpublikum als leidenschaftlicher Politiker. Am Rande des Fests gab er dem ZDF-„heute journal“ ein Interview, das schnell die Runde machte. Moderator Christian Sievers bekam ein ziemlich deutliches „Nein, nein, nein!“ entgegengeschmettert, als er Kretschmann und den Grünen unterstellte, sie seien auf eine „klare Ablehnung von verlängerten Atomlaufzeiten“ bereits festgelegt.
Erst wenn er sich mal nicht mehr aufrege, sinnierte Kretschmann anschließend auf der Terrasse bei gekühltem Getränk und Gegrilltem, sei es Zeit, sich aus der Politik zu verabschieden. Den schnellen Abschied suchte an diesem Abend aber niemand.