Einen ebenso überraschenden wie gefährlichen Fang hat ein Angler in Konstanz gemacht: Er fischte laut Polizei am Sonntag von seinem Kanu aus eine scharfe Weltkriegs-Handgranate aus dem Bodensee. Der Mann war laut Polizeibericht gegen 11 Uhr mit seinem Kanu in Konstanz oberhalb der Alten Rheinbrücke unterwegs. Mit einer magnetischen Angel fischte er den Gegenstand aus dem See, der sich später als französische Handgranate aus dem Zweiten Weltkrieg entpuppte. Sie hing demnach unversehens an seiner Angel.

Handgranate im Bodensee: Wasserschutzpolizei kommt zur Hilfe

Nach Angaben des örtlichen Polizeipräsidiums informierte der Angler umgehend über Notruf die Beamten. Daraufhin habe sich die Wasserschutzpolizei auf den Weg zum Fundort oberhalb der Alten Rheinbrücke gemacht und ihn bis zum Eintreffen des Kampfmittelbeseitigungsdienstes gesperrt. Dieser habe schließlich den Sprengkörper französischer Herkunft fachgerecht entsorgt.

Immer wieder müssen Bomben entschärft werden

Handgranaten-Funde aus dem Weltkrieg gibt es immer wieder. Auf dem Gelände des Waldkindergartens in Eningen (Landkreis Reutlingen) ist zuletzt eine aufgetaucht.
Bei Grabungen – zum Beispiel in neuen Baugebieten – werden oftmals auch alte Fliegerbomben gefunden. Diese müssen aufwendig geborgen und von Einsatzkräften entschärft werden.
Im Juli musste eine Fliegerbombe Leipheim entschärft werden – 68 Kilogramm Sprengstoff enthielt die Bombe. Auf dem Areal Pro in Leipheim wurde die Bombe gefunden. Einige Häuser und Betriebe müssen für die Entschärfung geräumt werden, betroffen ist auch eine Schule. Wie die Bombe in Leipheim unschädlich gemacht wurde, lesen Sie hier.