Seit Mittwoch müssen sich Corona-Infizierte in Baden-Württemberg nicht mehr isolieren. Das gilt auch für die Schulen im Land. Welche Regeln gelten dort künftig? Hier Antworten auf die wichtigsten Fragen:

Darf mein Kind in die Schule, wenn es mit Corona infiziert ist?

Grundsätzlich gelten für Schulkinder dieselben Regeln wie für Erwachsene in Baden-Württemberg. Wer mit dem Coronavirus infiziert ist, muss sich nicht mehr isolieren, sondern an bestimmte Regeln halten. Das bedeutet: Infizierte Kinder dürfen grundsätzlich mit einer Maske in die Schule gehen.
Der Amtschef von Kultusministerin Theresa Schopper (Grüne), Daniel Hager-Mann, appelliert in seinem Schreiben an die Schulen aber an die Vernunft: „Wer krank ist, soll zu Hause bleiben“, schreibt der Ministerialdirektor. Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte mit Symptomen sollten auf einen Schulbesuch verzichten. Das gelte nicht nur für Corona, sondern auf für das Influenza-Virus oder andere Krankheiten.

Welche Regeln muss ich beachten, wenn mein Kind Corona-positiv ist?

Für infizierte Kinder gilt – wie auch für Erwachsene – eine Maskenpflicht außerhalb der eigenen Wohnung. Also auch in der Schule. Im Klassenzimmer sowieso, im Freien auf dem Schulhof darf die Maske (medizinische oder FFP2) nur abgenommen werden, wenn eineinhalb Meter Abstand zu anderen Personen eingehalten werden kann. Sollte ein infiziertes Kind keine Maske tragen, darf es nicht in die Schule. „Eine Teilnahme am Präsenzbetrieb ist ausgeschlossen“, schreibt das Ministerium. Egal ist übrigens, aus welchen Gründen die Kinder keine Maske tragen: Auch wenn das aus medizinischen Gründen nicht möglich ist, darf das Kind nicht in die Schule.

Was gilt bei Klassenarbeiten oder Prüfungen?

Bei längeren Prüfungen könne „das Tragen einer Maske als belastend und leistungsmindernd empfunden werden“, schreibt Hager-Mann in dem Brief an die Schule. Schülerinnen und Schüler hätten deswegen bei Prüfungen zwei Möglichkeiten:
  • Sie nehmen mit Maske an der Prüfung teil
  • Sie bleiben zu Hause und gelten dann als entschuldigt. Dann muss der Schule jedoch ein Nachweis für die Infektion vorgelegt werden. Gültig ist laut Ministerium ein PCR-Test oder ein positiver Schnelltest eines zugelassenen Testzentrums. Ein Selbsttest genügt nicht.

Was gilt im Sport- und Musikunterricht?

Das Ministerium rät, dass infizierte Schülerinnen und Schüler nicht am praktischen Sportunterricht teilnehmen. „Mediziner raten von einer körperlichen Belastung während einer Corona-Infektion ab“, schreibt Amtschef Hager-Mann. Sollten die Schülerinnen und Schüler doch teilnehmen wollen, gilt die Maskenpflicht. Im Musikunterricht ist Infizierten das Musizieren mit Blasinstrumenten verboten, gesungen werden darf hingegen mit Maske.

Welche Regeln gelten für Kindertagesstätten?

Die neuen Regeln zur Isolationspflicht gelten grundsätzlich für alle Menschen ab der Einschulung. „Kinder, die noch die Kindertagesstätte oder Einrichtungen der Kindertagespflege besuchen und nicht eingeschult sind, fallen somit nicht darunter“, schreibt das Kultusministerium. Das bedeutet, dass mit Corona infizierte Kinder grundsätzlich auch ohne Maske in die Kita gehen dürften. Das Ministerium appelliert aber auch hier an die Eltern, kranke Kinder zu Hause zu lassen.

Was gilt künftig an den SBBZ?

An den Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren soll nach Angaben des Kultusministeriums die aktuell geltende Testpflicht in Zukunft abgeschafft werden. Die entsprechende Corona-Verordnung werde derzeit überarbeitet. Ersetzt wird die Testpflicht dann von einem Testangebot für Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte. Sie sollen dann Anspruch auf zwei Tests pro Schulwoche haben.