Aufgrund einer sich ändernden Kliniklandschaft und neuen Anforderung an die Notversorgung stellt das Land die Stationierung von Rettungshubschraubern neu auf. Über die neuen Standorte möchte das Innenministerium am Donnerstag bei einer Pressekonferenz in Stuttgart informieren.
Um auch künftig für jede und jeden im Notfall eine schnelle Rettung per Hubschrauber gewährleisten zu können, hat das Ministerium ein Gutachten in Auftrag gegeben. Für dieses kamen Wissenschaftler des Instituts für Notfallmedizin und Medizinmanagement der Universität München zum Schluss, dass die Zahl der Rettungshubschrauber im Land von bislang acht auf zehn erhöht werden sollte. Auch sollen drei Hubschrauber künftig an einen anderen Standort verlegt werden. Als dritte Maßnahmen sieht das Gutachten vor, statt nur einen künftig zwei Hubschrauber rund um die Uhr bereit zu halten.
So soll es möglich sein, tagsüber innerhalb von 20 Minuten und nachts in nicht mehr als 30 Minuten Verletzte per Hubschrauber zu erreichen. Zudem soll dadurch gewährleistet sein, dass zwischen dem Notruf und der Einlieferung in eine Klinik bei Diagnosen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall nicht mehr als eine Stunde vergeht.