In Karlsruhe ist am Montag auf einer Baustelle in der Nähe des Güterbahnhofs eine 500 Kilogramm schwere Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden. Am Dienstagmorgen sollen die Vorbereitungen für die Entschärfung an der Stuttgarter Straße beginnen, für die der Kampfmittelbeseitigungsdienst zuständig ist.
Häuser in einem Radius von 500 Metern um die Fundstelle sollen evakuiert werden, hieß es von der Stadt. Das soll von 8 Uhr bis 13 Uhr dauern. Von der Bombenentschärfung in Karlsruhe sind rund 4000 Anwohner betroffen. Das teilte ein Stadtsprecher am Dienstagmorgen mit.
Hilfsbedürftige Menschen könnten über das Bürgertelefon Hilfe anfordern. Ein Pflegeheim soll den Betroffenen für die Dauer der Entschärfung als Unterkunft dienen.

Bahnverkehr und B10 beeinträchtigt

Es wird zudem mit erheblichen Einschränkungen im Straßen- und Bahnverkehr gerechnet. Die Bahnstrecke zwischen Karlsruhe Hauptbahnhof und Durlach soll ebenso wie die Strecke Mannheim-Basel und die Gleise des Güterbahnhofs gesperrt werden. Für die Zeit der Entschärfung werde außerdem der Verkehr auf der B10 unterbrochen.
Sprenggranaten in Gingen Immer noch eine enorme Sprengkraft

Gingen

Bombenfunde im Kreis Günzburg

  • Im Juni sorgte ein Bombenfund bei Günzburg für Aufsehen: Die Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg, die südlich der Autobahn A8 bei Sondierungsarbeiten gefunden worden war, konnte nicht mehr entschärft werden und wurde gesprengt.
  • Ebenfalls im Landkreis Günzburg, in Leipheim, hat im Juli das Sprengkommandao München eine amerikanische Fliegerbombe entschärft, die bei Baggerarbeiten entdeckt worden war. Das Kriegsrelikt hatte eine Nettosprengmasse von 68 Kilogramm.