Bislang durften ihn nur Vladimir Putin und andere hohe Kader aus dem Kreml fahren. Doch in Zukunft sollen den Aurus Senat nicht nur Politiker, sondern auch Privatkunden kaufen können.

Das hat der neue Luxushersteller aus Russland beim Europadebüt auf dem Genfer Salon (noch bis 17. März) angekündigt. Starten wollen die Russen spätestens in zwei Jahren mit einer repräsentativen Limousine, die es in zwei Varianten gibt: Als Senat 600 mit 3,30 Metern Radstand und 5,63 Metern Länge oder als 700er mit jeweils einem Meter mehr.

Die kürzere Version hat im Fond zwei Einzelsitze mit beweglicher Beinauflage. Die serienmäßig gepanzerte Stretchlimousine hat Liegesessel und gegenüberliegende Sitze fürs Personal. Außerdem gibt es eine Trennscheibe zum Fahrer.

Den Antrieb übernimmt in beiden Fällen ein mit Porsche entwickelter V8-Benziner mit 4,4 Liter Hubraum. Der ist mit einer E-Maschine zusammengespannt und kommt auf eine Systemleistung von 440 kW/598 PS. Kombiniert mit Allradantrieb und einer selbst entwickelten Neungang-Automatik beschleunigt er den 600er in 6,0 Sekunden von 0 auf 100 km/h und erreicht ein Spitzentempo von 250 km/h, teilt Aurus mit. Der bis zu sieben Tonnen schwere 700er ist etwas behäbiger: Er braucht für den Sprint 9,0 Sekunden und wird auf 160 km/h begrenzt.

Zu den Preisen macht Aurus zwar noch keine Angaben, aber Firmenchef Franz Gerhard Hilgert will seine Autos „etwas über der Mercedes S-Klasse und weit unterhalb von Rolls-Royce“ positionieren. Der 600er dürfte demnach für knapp 200.000 Euro zu haben sein, während der Preis des 700er laut Hilgert an eine Million heranreichen könnte.

Genfer Autosalon