Berlin / DPA

Von vielen sehnlichst erwartet, kann die Frühlingssonne Autofahrer auch blenden. Sehschärfe und Kontrastsehen werden dann schlechter, erklärt das Kuratorium Gutes Sehen (KGS).

Zudem kämpfen Autofahrer auch noch mit Reflexionen von den Scheiben, durch den Vordermann oder von nassen Straßen. Helfen kann da eine passende Sonnenbrille. Die schluckt Reflexionen und steigert Kontraste. Besonders gut können das Brillen mit polarisierenden Gläsern. Eine Entspiegelung der Vorder- und Rückseite reduziert zudem Reflexionen auf dem Glas der Brille selbst.

Aber zu dunkel darf die Brille nicht sein. Von den fünf Blendschutzkategorien eignet sich „2“ hierzulande am besten, „3“ nur eingeschränkt. Letztere ist sogar beim Autofahren unzulässig, wenn es dunkel wird. Solche Brillen empfiehlt das KGS Sonnenurlaubern im Mittelmeerraum. Mit der höchsten Stufe „4“ dürfen Autofahrer generell nicht ans Steuer. So dunkle Gläser passen beispielsweise für den alpinen Skiurlaub. Wer mit einer zu dunklen Brille am Steuer sitzt, dem drohen bei einer Kontrolle zehn Euro Verwarngeld. Wer nicht weiß, wie dunkel seine alte Brille ist, kann beim Optiker nachfragen.

Gläser mit Verlauf können ebenfalls sinnvoll sein. Deren Tönung wird nach unten heller. Damit wird der Blick nach unten auf die Instrumente erleichtert. Besonders gut machen sich Gestelle mit großen Gläsern und dünnen Bügeln. Sie decken die Augen weiträumig ab, behindern zu den Seiten aber das Blickfeld möglichst wenig.

Bei der Glasfarbe raten die Experten zu natürlichen Braun-, Grüngrau- oder Graunuancen. Sie verfälschten die Farben am wenigsten.