Göppingen / IRIS RUOSS  Uhr
311 Anmeldungen hatte das Werner-Heisenberg-Gymnasium für den Schultriathlon. Ob Grundschüler oder Gäste, alle waren nach den drei Disziplinen Schwimmen, Radfahren und Laufen ausgepowert.

Zum 29. Mal hat das Werner-Heisenberg-Gymnasium (WHG) den Schultriathlon im Göppinger Freibad ausgerichtet. "Die Anmeldezahlen waren gut, aber schlechter als im vergangenen Jahr", erzählt Winfried Hauff. Der Sportlehrer des Göppinger Gymnasiums organisierte den Schultriathlon zum zwölften Mal. Mit den 311 Anmeldungen ist er zufrieden, auch wenn es im Vorjahr noch rund 390 waren. Auffallend ist, dass die jüngsten Sportler auch die größte Gruppe stellten. Schüler aus rund 20 Schulen und allen Schularten waren am Donnerstag dabei. Im und ums Göppinger Freibad ging es rund. Die Läufer und Radfahrer drehten draußen ihre Runden, am Becken wurden die Schwimmer mit Zurufen unterstützt. Auch an der Rad- und Laufstrecke standen Zuschauer, die jeden, der vorbeikam, kräftig anfeuerten.

Mit Sorge waren tags zuvor die Gewitterwolken beobachtet worden, während des Aufbaus der Zelte und Tische hofften die vielen Helfer, dass alles stehen bleiben würde. "Zwei Zelte hatte der Wind dann doch weggerissen", sagte Hauff, die wurden am Donnerstagmorgen schnell wieder aufgebaut. Wenn der Schultriathlon läuft, dann ist das gesamte Werner-Heisenberg-Gymnasium eingespannt. Die Anmeldung der Sportler ist besetzt, im Wettkampfbüro laufen die Fäden zusammen. Es ist für Verpflegung gesorgt, die Streckenposten stehen parat, und auch die Wasserbecher für die Läufer und Radler sind stets gefüllt und werden im Vorbeilaufen gereicht.

"Dass uns die Eltern tatkräftig unterstützen, ist super", freut sich Winfried Hauff. Natürlich geht es nicht ohne Sponsoren, die die Schule mit Getränken, Biertischgarnituren und Fahrzeugen unterstützen. Obwohl schon die 29. Veranstaltung gestemmt wurde, gibt es immer mal wieder auch kleine Pannen. "Bei der Schnupperdistanz wurden statt drei nur zwei Runden gelaufen", nennt Hauff den kleinen Lapsus beim Namen und fügt an: "Da alle Teilnehmer dieselbe Distanz gelaufen sind, besteht dennoch Chancengleichheit." Der Triathlon ist beliebt bei Schülern und Gästen, die auch gerne antreten. Immerhin 36 Lehrer, Eltern und ehemalige Schüler haben sich auf den Weg gemacht.

600 Meter Schwimmen, 24 Kilometer Radfahren und sechs Kilometer Laufen steht bei denjenigen unterm Strich, die beim Ironmännle mitmachen. Das ist schon eine ganze Menge Holz. Die kühleren Temperaturen kamen den Sportlern am Donnerstag gerade recht. Mancher kam völlig ausgepowert ins Ziel. Ein Mädchen lag auf der Trage der Sanitäter, schweißnass und völlig am Ende. Umringt von ihren Mitstreitern erholt sie sich aber schnell wieder. Größere Unfälle blieben aus, ein Schüler war zwar mit dem Rad gestürzt, hat sich aber keine nennenswerten Verletzungen zugezogen.

Alle Teilnehmer bekamen eine Urkunde, für die drei Besten jeder Klasse gibt es Medaillen. Die Urkunde ist für einige nicht der große Wurf. Ein kleines Mädchen weint sich an der Schulter der Mama aus, weil es nicht ganz so gut abschnitt. Lena Siegel dagegen ist komplett zufrieden. "Es ist gut gelaufen", sagt die Fünftklässlerin des WHG. Sie war erstmals am Start, hat im Vorfeld nicht viel trainiert und möchte auch beim nächsten Mal wieder mitmachen. Auch die elfjährige Jana Olbert freut sich, dass sie es geschafft hat. "Es hat wirklich Spaß gemacht", sagt die Gymnasiastin.