Angebote in vielen Facetten

BEL 15.11.2014

Chronischer Geldmangel, Schulden und eine Mutter, die ständig aus dem Nichts ohnmächtig wird und sich bei den Stürzen verletzt: Die drei Jungs der Familie Ö. im Alter von zwei, sechs und zehn Jahren leben in schwierigen Verhältnissen. Und so findet die Mitarbeiterin der Aktion 100 000 im Dezember 2013 bei ihrem Besuch einen leeren Kühlschrank vor und geht erst mal Lebensmittel einkaufen.

Und das hat die Unterstützung durch die Aktion 100 000 und Ulmer helft bewirkt:

Das Aktions-Team erreicht eine Welle der Hilfsbereitschaft. Die Menschen bieten nicht nur Geld- und Sachspenden an, viele wollen Melissa Ö. auch mit tatkräftiger Hilfe unterstützen. "Ein Freiwilliger hat für die Familie Einkäufe erledigt", weiß Harald Bernhardt-Steinert vom Fachbereich Bildung und Soziales der Stadt Ulm, der die Aktion 100 000 auf die Notlage der Familie aufmerksam gemacht hatte. "Die Lage hat sich durch den Einsatz der Aktion 100 000 entspannt", zieht Bernhardt-Steinert Bilanz. So habe man Dank der Geldspenden für ein Kind zum Beispiel einen "Hol- und Bringdienst" zum Kindergarten organisieren können.

"Die vielen Angebote vom Einkaufsgutschein bis zur spontanen Hilfe vor Ort haben gut getan. Jetzt kann man für die Kinder auch sofort notwendige Dinge wie Schuhe kaufen", sagt Bernhardt-Steinert. Der Gesundheitszustand von Frau Ö. sei leider unverändert. Weitere Besuche beim Neurologen hätten nichts bewirkt. Jetzt gebe es erst mal eine Auszeit für sie. "Sie freut sich auf ihre Kur im April."