Fußball Am Wasen ist der (rote) Teufel los

Spielstarke Weiß-Rote vom Cannstatter Wasen am Metzinger Bongertwasen: Der VfB Stuttgart (hier gegen die blau-weiß gedressten U12-Junioren vom Grasshopper-Club Zürich) wurde gestern Turnierdritter im Metzinger Otto-Dipper-Stadion.
Spielstarke Weiß-Rote vom Cannstatter Wasen am Metzinger Bongertwasen: Der VfB Stuttgart (hier gegen die blau-weiß gedressten U12-Junioren vom Grasshopper-Club Zürich) wurde gestern Turnierdritter im Metzinger Otto-Dipper-Stadion. © Foto: Eibner
Metzingen / Alexander Mareis 04.06.2018

Die Profis erstmals in die 3. Liga abgestiegen, aber der Nachwuchs lässt hoffen: Der 1. FC Kaiserslautern gewann gestern im Metzinger Otto-Dipper-Stadion den Sports-View-Cup der U12 (D-Junioren) nach Neunmeterschießen gegen Vorjahrssieger FC Augsburg. Dritter wurde der VfB Stuttgart, welcher sich gegen Altinordu Izmir aus der Türkei durchsetzen konnte. Die Truppe des im Nachwuchsbereich so starken türkischen Klubs war der einzige Turnierteilnehmer, der durch die Lüfte angereist war. Der FC St. Pauli setzte auf die Schiene, Hannover 96 auf Minibusse.

„Kaiserslautern hat verdient gewonnen. Das war eine emotionale Mannschaft mit emotionalen Fans – da hat es nicht die Falschen erwischt“, freute sich Thomas Daniel von der Turnierleitung über den Erfolg der „Roten Teufel“ vom Betzenberg. Wer bei herrlichem Fußballwetter am Samstag und Sonntag nicht an den Metzinger Bongertwasen pilgerte, hat etwas versäumt. „Das Niveau hat sich gegenüber den Vorjahren nochmals gesteigert. Der FC Augsburg hat als Turnierzweiter und Vorjahrssieger gezeigt, dass er in diesem Altersbereich eine konstant gute Nachwuchsarbeit betreibt. Auffallend, dass der VfB Stuttgart immer besser abschneidet. Diesmal Dritter, 2017 Vierter. Zuvor waren die Cannstatter Siebter und Achter – es tut sich etwas auf dem Wasen“, meinte Thomas Daniel.

Freude machte ihm auch „seine“ TuS Metzingen. Die U12-Junioren der Ermstäler verpassten zwar die Zwischenrunde, hielten aber gegen die großen Namen wacker mit und vermieden Kanterniederlagen. „Klar, die Jungs standen hinten drin. Aber solide Abwehrarbeit muss auch gewürdigt werden“, so Daniel.

Den Trend, dass immer mehr anreisende Vereine das weitläufige Gelände des Otto-Dipper-Stadions während der Turniere als Campingplatz verwenden, eigene Verpflegung mitbringen und ihre Sonnenschutzzelte aufbauen, sieht man bei der TuS Metzingen mit gemischten Gefühlen. Einerseits freut man sich über die dadurch entstehende Atmosphäre, andererseits klafft ein Loch in der Kasse der diversen Verkaufsstände zwischen den vier Fußballspielfeldern, weil sich die Auswärtigen vorzugsweise in ihren Zelten kulinarisch stärken.

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