Schelkingen / Bernhard Raidt Für rund 1,9 Millionen Euro haben Stadt und Kirchengemeinde den katholischen Kindergarten im Schelklinger Anton-Fischer-Weg umgebaut. Gestern war Eröffnung.

Die wichtigsten Gäste kamen zum Schluss. „Hallo“, sangen die Kinder des katholischen Kindergartens in Schelklingen. „Ihr seid die Hauptpersonen, für euch ist das alles gemacht worden“, sagte Kindergartenleiterin Andrea Naumburg. Und tatsächlich ist enorm viel geleistet worden im Kindergarten – für rund 1,9 Millionen Euro ist das Gebäude samt Außenbereich komplett neu gestaltet worden. Seit November benutzen die Kinder schon die Räume, am Freitag war offizielle Eröffnung.

80 Prozent der Baukosten trägt die Stadt Schelklingen, der Rest Kirchengemeinde und die Diözese. Der gemeinsam gestemmte Umbau sei gelungen, sagte Bürgermeister Ulrich Ruckh. „Wir haben viel und leidenschaftlich diskutiert – ja, auch in der Sache gestritten.“ Aber der Schulterschluss zwischen Stadt und Kirchengemeinde sei gelebt worden.

Die Stadt habe auch geprüft, ob nicht die ganze Kinderbetreuung der Kernstadt auf den Standort am Anton-Fischer-Weg konzentriert werden könne, sich dann aber doch für den Neubau der Kindertagesstätte „Bunte Welt“ entschieden. Aber der Kirchengemeinde sei zugesagt worden, danach den Umbau des katholischen Kindergartens anzugehen. Mit der Sanierung konnte ein „anspruchsvolles Gebäude“ für die Kirchengemeinde erhalten bleiben, sagte Ruckh.

Markus Kreiser, zweiter Vorsitzender des Kirchengemeinderats, war dann auch sichtlich froh, dass alles geklappt hatte. Und er zog, da musste er zuvor tief durchschnaufen, den Hut vor allem vor zwei Beteiligten: Kirchenpfleger Norbert Bienert und Kirchengemeinderat Gerald Molz hatten immense Arbeit ins Projekt gesteckt. Auch die Kirchengemeinde selbst hat umgebaut: Die ehemalige Mesner-Wohnung bietet jetzt etwa Besprechungsräume.

Die Planung des Umbaus lag beim Architekturbüro Ott aus Laichingen. Matthias Ott zählte auf, was von 2016 bis 2018 alles neu gestaltet wurde. Vier Gruppenräume, auch für Kleingruppen, und Kinderküchen gestalteten die Baufachleute neu. Es gibt jetzt ein Kindercafé, in dem Kinder kochen können. Eine Elternecke dient als Treffpunkt, die Mitarbeiter haben einen Personal- und Besprechungsraum. Und die zwei Außenspielbereiche werden neu gestaltet: Bobby-Car-Bahn, Spielgeräte und Erlebnisparcours wird es geben. Das Treppenhaus im westlichen Teil ist umgebaut, Gebäudeteile sind gedämmt, eine neue Pelletsheizung sorgt für Wärme, ein Brandschutzkonzept bietet Sicherheit.

„In vielen Bereichen ist das Gebäude kaum noch wiederzuerkennen“, sagte Ott. Dabei habe der Umbau den Erzieherinnen viel abverlangt. Während des Baus mussten die Kinder etwa auf einer viel kleineren Fläche betreut werden. Eine gute Nachricht hatte Ott auch: Der Umbau liege unter den veranschlagten Kosten – was bei den Baupreisen nicht einfach sei.

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