Allmendingen "Wilde Kerle"-Autor Masannek begeistert in Allmendinger Schule

Allmendingen / RAINER SCHÄFFOLD 09.01.2014
Er ist der Erfinder der "Wilden Kerle", hat die Bücher geschrieben und die Filme gedreht. Am Mittwoch war Joachim Masannek zu Besuch an der Allmendinger Schule und hat seine neue Geschichte gezeigt. V8 heißt sie.

"Warum sind die Wilden Kerle wild?", wollte Joachim Masannek zunächst wissen - um kurz darauf selbst die Antwort zu geben: "Wild sein ist ganz toll, wild sein heißt, dass man das macht, was man will, und man dann dafür Verantwortung übernimmt." Davon handeln die Geschichten von den "Wilden Kerlen", die Masannek geschrieben und verfilmt hat. Am Mittwoch war er auf Einladung der SÜDWEST PRESSE zu Gast an der Allmendinger Schule, im Rahmen des Projekts "Wir lesen". Viert- bis Sechstklässler aus Allmendingen hörten zu, auch viele Fünft- und ein paar Sechstklässler von der Ehinger Michel-Buck-Schule waren gekommen. Ungefähr 70 Mädchen und Buben hörten gespannt zu, was der Autor zu erzählen hatte.

Und das war eine ganze Menge. "Die Wilden Kerle gabs in echt", erzählte Masannek, so hieß die Fußballmannschaft seiner beiden Söhne, durch sie ist er auf die Idee gekommen, die Geschichte zu schreiben. Die Jungs haben auch in den Filmen mitgespielt, inzwischen sind sie älter als 20 und studieren in England. In Filmen sei das immer anders, da werden die Kinder nie groß. "Pippi Langstrumpf ist immer neun Jahre alt", sagte der Gast. Seine kleine Tochter dagegen, die zweieinhalb ist, wolle immer groß sein. Viele Kinder wollen das, weil sie Autofahren dürfen, wenn sie 17 oder 18 sind. "Darum habe ich mir eine Geschichte übers Autofahren ausgedacht", berichtete der Autor, der in München wohnt. Außerdem haben seine Söhne beim Drehen der "Wilden Kerle" ab und zu zur Belohnung Kart fahren dürfen, auch das habe zur Idee der neuen Geschichte beigetragen.

V8 heißt sie, es gibt schon zwei Bücher und einen Film. Sie handelt von vier Kindern, die davon träumen, Autorennfahrer zu werden. Einer von ihnen, David, hat einen speziellen Traum. Er will sich ein Kart kaufen und muss dafür hart arbeiten. Gleich drei Jobs hat er in den Sommerferien angenommen. Da ist aber seine Schwester, die ihn ständig in Verlegenheit bringt. Masannek las einen Teil der Geschichte vor und zeigte dann Filmausschnitte. Jedes Mal, wenn der Ausschnitt zu Ende war, gab es ein vielstimmiges, bedauerndes "Ooohhh" aus der Schülerschar. Das Ende der Geschichte verriet der Erfinder aber nicht. "Da müsst ihr warten, bis die DVD rauskommt, oder das Buch lesen", sagte er. Bald werde es außerdem einen zweiten V8-Film und ein drittes Buch geben.

Rege genutzt wurde die anschließende Fragestunde, die Kinder wollten einiges vom prominenten Gast wissen. Sie erfuhren, dass er 53 Jahre alt ist, nicht gerne zur Schule gegangen ist und Mathe und Physik seine Lieblingsfächer waren. So richtig zum Lesen kam er erst nach dem Abitur, mit 42 hat er seinen ersten Film gedreht. Der aktuelle V8-Film sei sein bester, von den "Wilde Kerle"-Filmen gefalle ihm der vierte am besten. Seine Geschichten fallen ihm meist auf der Hängematte in seinem Arbeitszimmer ein, "kurz, bevor ich einschlafe". Von Computerspielen hält er gar nichts. "Ich hasse PC-Spiele, sie sind Zeitverschwendung."

Viel Zeit hatte Masannek jedoch nach Allmendingen mitgebracht: Jeder Schüler bekam nach der Lesung ein Autogramm mit persönlicher Widmung ("Wie heißt du?"), er unterzeichnete Bücher, Autogrammkarten, DVD-Cover oder sonstige "Wilde Kerle"-Artikel. Gerne und geduldig ließ er sich auch mit einigen Schülern fotografieren.

Markus Spitz, Lehrer der Ehinger Michel-Buck-Schule, der zusammen mit seiner Allmendinger Kollegin Sophie Stamm die Veranstaltung organisiert hatte, schenkte dem Gast als Dankeschön einige flüssige Kostproben aus der Bierkulturstadt Ehingen.

Herr Masannek steht jederzeit für Schullesungen gerne zur Verfügung steht.
Interessierte Schulen können Kontakt aufnehmen und Termine abfragen unter:
 www.joachim-masannek.com/termine
 

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