„Samsara“: Würfeln im Kreis herum

EDWIN RUSCHITZKA 28.09.2014

Auf dem Spielbrett aus massiver, geölter Buche, ist eine zweispurige Kreisbahn zu sehen, bestehend aus 24 Doppelfeldern. Darauf ziehen wir rote Glasmurmel im Kreis herum – aber möglichst ins eigene Zielfeld hinein. Wenn uns das gelingt, zieht eine Wertungsmurmel ein Feld weiter. Und wer das Kunststück zuerst sechs Mal zustande gebracht hat, darf sich das Sieger feiern lassen. Zugegeben, so gesehen liest das nur mäßig spannend. Und so hat sich Thomas Weber den entscheidenden Spurwechsel einfallen lassen. Weil die beiden Spieler immer alle Murmeln bewegen können, kann man Murmeln vor dem gegnerischen Ziel wieder auf die eigene Bahn ziehen und dem Mitspieler so eine lange Nase drehen.

Und so ist der Spurwechsel das zentrale Element in „Samsara“. Wobei der Name aus dem Indischen stammt und für „Rad des Lebens“ steht. Landet man nach dem Würfeln mit einer Murmel auf einem besetzten Feld, darf man die Spur wechseln, wenn das benachbarte Feld frei ist. Und sitzen zwei Murmel zu Beginn eines Zuges auf einem Doppelfeld, darf auch gleich zu Beginn die Spur gewechselt werden. Diese beiden Dinge gilt es konsequent zu beachten.

Mit den Spurwechseln zieht man Murmeln auf die eigene Zielgerade. Oder man zieht die runden Dinger von der gegnerischen Zielgeraden auf die eigene Spur. Was den Mitspieler ärgern wird. Die Kunst des Spiel ist, eben dieses Kunststück auf dem Spielbrett zu sehen und entsprechend zu handeln. Ansonsten wäre „Samsara“ öde und langweilig. So aber kommt Spannung auf.

„Samsara“: Von Thomas Weber, für 2 Personen, ab 10 Jahren, erschienen bei Clemens Gerhards Spiel und Design, zum Preis von 48 Euro.

Zurück zur Startseite