„Moeraki-Kemu“: Viele Wege führen ans Ziel

EDWIN RUSCHITZKA 26.10.2015

Zwei Akteure legen auf ein stabiles Holzbrett abwechselnd weiße und schwarze Murmeln. Zum Gewinnen vom „Moeraki-Kemu“ muss eine von insgesamt vier Zielvorgaben erfüllt sein.

Wem es gelingt, einen Strandabschnitt mit vier Murmeln zu umschließen, der hat sofort gewonnen. Die Kugeln liegen dann in einem Quadrat aus. Sieger ist auch, wer mit seinen Murmeln eine Diagonale von Spielfeldrand zu Spielfeldrand gelegt oder mit dem Zentrum des Spielbretts verbunden hat, wo zum Start eine Moeraki-Kugel gelegt wurde. Und wer eine Seite des Spielbretts mit Murmeln belegt hat, darf sich auch gleich feiern lassen. Genaues Beobachten, welchen Plan der Gegner hat, ist bei diesen drei Bedingungen die halbe Miete.

Längerfristig angelegt ist die vierte Siegmöglichkeit. Sind alle Mulden eines Strandfeldes mit unterschiedlichen Murmeln belegt, wird kontrolliert, wer die Mehrheit der Murmeln besitzt. Der Spieler darf dann eines seiner Stammesplättchen auf das Strandfeld legen. Und ganz am Ende der Partie, wenn keine der ersten drei Siegbedingungen gegriffen hat, ist Sieger, wer die meisten Stammesplättchen aufs Spielbrett gebracht hat.

„Moeraki-Kemu“ ist nicht nur edel ausgestattet, was mit 65 Euro angesichts des Langzeitspielreizes nicht zu teuer ist. Es ist auch eines der anspruchsvollsten abstrakten Zweipersonenspiele der letzten Jahre.

„Moeraki-Kemu“: von Stefan Kiehl, für 2 Personen, ab 8 Jahren, Dauer etwa 30 Minuten, bei Kiehly-Spiele (www.kiehly.de), rund 65 Euro.

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