„Bad Bunnies“: Bei den ganz bösen Hasen

EDWIN RUSCHITZKA 11.05.2015

Bunnies kennen wir eher als leicht geschürzte Damen mit aufgesteckten Hasenohren und Stummelschwänzchen am Popo. „Bad Bunnies“ dagegen spielen mit Dynamit und haben immer einen Schlagstock dabei. So sehen zumindest die Karten im gleichnamigen Spiel von Jacques Zeimet aus.

Alle 108 Spielkarten sind von 1 bis 13 gleich mehrfach durchnummeriert. Und davon haben wir Runde für Runde stets sieben Karten auf der Hand, die wir schnell wieder loswerden wollen. Die Karten werden auf einen zentralen Stapel geworfen. Beim Ablegen bestimmt der Spieler, ob der Wert der nächsten Karte tiefer oder höher sein soll. Es sei denn, er spielt den gleichen Kartenwert aus, ruft „Doppelhoppel“ und fordert wiederum den gleichen Kartenwert. Diese Vorgaben müssen immer erfüllt werden. Wer das im Verlauf der Partie nicht kann, der scheidet aus.

Mit einigen Sonderkarten kommt deutlich mehr Würze ins Spiel: Die 1 darf auf alle Karten gelegt werden, sie gilt als kleiner Joker und steht für einen Neustart. Der folgende Spieler darf eine beliebige Karte legen. Die 7 ist der große Joker, auch er darf auf jede Karte gelegt werden – und nur er löst die Vorgabe „Doppelhoppel“ auf. Danach geht es – je nach Wunsch – mit tieferen oder höheren Werten weiter.

Der Spieler, der seine letzte Karte losgeworden ist, zählt die Karten im Abwurfstapel und schreibt sich die Summe gut. Gewonnen hat das weniger taktische, sondern lustige Zwischendurch-Spaßspielchen, wer als Erster 60 Punkte gehamstert hat. Das ist nach kurzweiligen 20 bis 30 Minuten der Fall und macht zu sechst mehr Spaß als zu zweit.

„Bad Bunnies“: ein Kartenspiel von Jacques Zeimet, 2 bis 6 Personen, ab 8 Jahren, Dauer 20 bis 30 Minuten, bei Schmidt-Spiele, rund 8 Euro.