Überzeugend war der Auftritt der Spvgg 07 Ludwigsburg gegen den Aufsteiger FV Ingersheim trotz des klaren 3:0-Sieges nicht. Der FVI hingegen ist noch nicht richtig in der Landesliga angekommen. "Wir werden von Spiel zu Spiel besser", meinte Ingersheims Coach Sven Damnig. "Ludwigsburg ist auch eine Truppe, die wesentlich mehr Erfahrung hat als wir", stellte der Coach fest. Gut genug, um den ersten Saisonsieg einzufahren, war die Leistung seiner Mannschaft in der Tat noch nicht. Bei 07 musste Trainer Marco Fischer auf Kapitän Steffen Leibold (Zahn-Operation) und dessen Vertreter Tobias Baus (privat verhindert) verzichten.

Kai Helmle (10./13.) und der ehemalige Ingersheimer Anton Pelipetz, nach starker Vorarbeit von Sebastian Rief, hatten die ersten Möglichkeiten für die Ludwigsburger in einer insgesamt mäßigen Partie. 07-Stürmer Marco Schulz konnte einen Ballverlust weit in der Ingersheimer Spielhälfte nicht verwerten (24.). Anschließend wurde Ludwigsburg schwächer. Ingersheim kam besser ins Spiel und hatte nach zwei Freistößen sogar die Möglichkeit selbst in Führung zu gehen. Innenverteidiger Sebastian Kniller (29.) und Bashkim Susuri (33.) brachten den Ball aber nicht ins Tor. "Wir hätten die Chancen konsequenter nutzen können. Dann wäre vielleicht eine Überraschung möglich gewesen", meinte Trainer Damnig.

Mit der letzten Aktion der ersten Halbzeit prüfte Rief FVI-Torhüter Loureiro Dos Santos mit einem direkten Freistoß. Der Keeper war aber auf dem Posten und parierte den Ball. Nach der Pause brachte Schulz die Schwarz-Gelben dann auf die Siegerstraße. Nach einer Ecke bugsierte der von der TSVgg Stuttgart-Münster gekommene Stürmer den Ball per Hinterkopf in Richtung des zweiten Pfostens, vom Aluminium tropfte der Ball ins Netz. 07-Trainer Fischer meinte: "Es war wichtig, dass wir geduldig geblieben sind, auch als das Tor zunächst nicht fallen wollte."

Bartosz Stawski erhöhte in der 68. Spielminute auf 2:0 für die Ludwigsburger - erneut nach einem Eckball. Am zweiten Pfosten stieg der Mittelfeldspieler am höchsten und köpfte den Ball ins Tor.

Ingersheim hatte den Nullsiebnern im zweiten Durchgang nichts mehr entgegenzusetzen. Die Schwarz-Gelben kontrollierten zwar weiterhin das Spiel, fußballerisch konnten sie aber nicht glänzen. Rief erhöhte vier Minuten vor Schluss dann per direktem Freistoß auf 3:0. Ärgerlich war für Ingersheim die Hinausstellung von Abwehrchef Kniller, der für das Foul, das den Rief-Freistoß zur Folge hatte, seine zweite Gelbe Karte sah. "Mir gehen langsam die Innenverteidiger aus", meinte Trainer Sven Damnig.

Sein Gegenüber Marco Fischer hingegen war zwar zufrieden mit dem Ergebnis, meinte aber auch: "die richtig großen Brocken kommen noch." Mit acht Punkten steht seine Mannschaft nun im oberen Tabellendrittel - dort wollen die Ludwigsburger auch langfristig hin. Aufsteiger Ingersheim hingegen muss weiter auf den ersten Saisonsieg warten. Das wird auch am Sonntag schwer, denn dann ist Tabellenführer FV Löchgau im Fischerwörth zu Gast.

Der SV Salamander Kornwestheim hat es auch gegen den Aufsteiger Aramäer Heilbronn nicht geschafft den ersten Heimsieg der Saison einzufahren. Das Team von Trainer Markus Fendyk verlor vor eigenem Publikum mit 1:2. "Wir haben die erste Halbzeit komplett verschlafen. Die läuferische Bereitschaft war nicht vorhanden", kritisierte SVK-Trainer Fendyk.

Dabei hatte Stefano Nicolazzo bereits nach zwölf Minuten die Chance, die Kornwestheimer in Führung zu bringen. Beim ersten Gegentor segelte SVK-Torhüter Janusz Liermann an einem Freistoß vorbei - Konstantin Tolu köpfte zum 1:0 für die Aramäer ein. Die Gäste standen in der Folge stabil in der Abwehr und versuchten über Konter zum Erfolg zu kommen. Einer dieser Angriffe führt in der 42. Minute 2:0 für die Gäste, das Robert Grau erzielte. "Uns ist heute einfach nicht viel eingefallen", kommentierte SVK-Coach Fendyk die Leistung seines Teams. Und so war der Sieg für den Aufsteiger letztlich verdient. Marco Reichert gelang noch der Anschlusstreffer. Zu allem Überfluss sah Kornwestheims Arnaldo Malecek auch noch die Rote Karte.