Opfereltern: Keine Einsicht bei Waffenlobby
Winnenden. Anlässlich des Urteils gegen den Vater des Amokläufers von Winnenden sehen die Hinterbliebenen keine Einsicht bei Waffenbesitzern und Schützenverbänden.
Sie setzten sich noch immer gegen eine bessere Kontrolle und Sicherung von Schusswaffen vor Missbrauch zur Wehr, kritisierte das „Aktionsbündnis Amoklauf Winnenden“ in einem offenen Brief. Vorschläge wie biometrische Sicherungssysteme einzuführen, die verhindern, dass jemand anderes als der Besitzer die Waffe benutzt, oder den Waffenbesitz ausschließlich an den Schießsport zu koppeln, würden abgelehnt, kritisierte der Sprecher des Bündnisses, Hardy Schober.
Stattdessen werde der Initiative der Angehörigen und Hinterbliebenen des Amoklaufs vom 11. März 2009 vorgehalten, sie stellten Waffenbesitzer und Schützen unter einen Generalverdacht. Dabei gehe es den Eltern und Angehörigen lediglich um mehr Sicherheit der Gesellschaft vor den zahlreichen Waffen in Privathaushalten. Schließlich sei auch niemand gegen die scharfen Sicherheitskontrollen an Flughäfen. Schober forderte ein generelles Verbot großkalibriger Kurzwaffen in Privathaushalten.
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Autor: lsw | 10.02.2011
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