SIE UND WIR: Als Paul Pirat war

Liebe Leserinnen und Leser,

auf der nächsten Seite steht eine Übersicht der Hauptschulen im Kreis Neu-Ulm, zu lesen ist, was es mit jeder einzelnen auf sich hat. Damit findet unsere Reihe "Wechselfieber" vorläufig ihr Ende. Vorläufig, weil wir noch die Werkrealschulen aus dem Alb-Donau-Kreis schuldig sind, die wir nachliefern, sobald sich Schulbürokraten, Schulpolitiker und Kirchturmspolitiker einig geworden sind, in welchen Orten künftig welche Angebote laufen.

In zwei Wochen haben wir auf sechs Sonderseiten die mehr als 50 weiterführenden öffentlichen Schulen in Ulm, im Alb-Donau-Kreis und im Landkreis Neu-Ulm porträtiert und damit die Angebote dokumentiert, die für die im Sommer wechselnden Viertklässler existieren; wir haben die privaten Schulen vorgestellt und im Quervergleich die Schulgelder einander gegenüber gestellt; wir haben uns in Beiträgen mit der Frage auseinander gesetzt, ob es den Ansprüchen an eine kindgerechte Schulbildung entspricht, wenn sich schon im Alter von zehn die schulische Laufbahn eines Kindes entscheidet.

In den Seiten steckt viel Arbeit, geleistet durch ein Redaktionsteam um Kollegin Ute Gallbronner, die selber Mutter eines Viertklässlers ist. Unvermeidlich, dass bei der Fülle an Informationen der eine oder andere Bock geschossen wurde, der größte passt ins Sprachbild: Gleich zum Start war auf einem Mini-Bild der Fünftklässler Paul zu sehen, der sein Wiblinger Einstein-Gymnasium lobte. Nur leider war Paul mit einem Revolver abgebildet - was Schulleiter Bernhard Nagl Vorhaltungen einbrachte. Zu Unrecht - denn natürlich nicht der Rektor, sondern die Redaktion hatte bei der Seitenkontrolle übersehen, dass das Foto von der Fasnet stammte, als Paul ein Pirat war - einer mit (Käpseles-)Pistole . . . Es kam auch vor, dass ein Termin falsch angekündigt war. Und Marek Sprinz, Beimerstetter Schüler der Schiller-Realschule Langenau, hätte gern mehr Gutes über seine Schule gelesen als nur einen Satz.

Doch soll durch vereinzelte Kritik kein falscher Eindruck entstehen: Die Reaktionen von Eltern, Schülern, Lehrern, Schulen waren überwiegend positiv. Ein Beratungslehrer: "So einen Service hat es noch nie gegeben." Ihn wünschen nun auch die beruflichen Schulen, an denen die Anmeldefristen für heuer aber bereits abgelaufen sind. Daher schon jetzt verbindlich zugesagt: Zeitig im nächsten Jahr ein Überblick über die Berufsschulen in der Region - ohne Revolverhelden, aber gewiss mit Infos über die Büchsenmacherschule in Ehingen.


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