Wirbel beim VfB um Pogrebnyak-Transfer

Stuttgart.  Pawel Pogrebnyak verlässt Stuttgart und wechselt zum FC Fulham. Zunächst drohte Ärger, aber anscheinend wurde der 28-Jährige falsch verstanden.

Der russische Nationalspieler Pawel Pogrebnyak wechselt vom Fußball-Bundesligisten VfB Stuttgart zum FC Fulham in die englische Premier League. "In dieser Situation ist der Wechsel für beide Seiten die beste Lösung", wird Sportdirektor Fredi Bobic auf der Homepage des VfB zitiert. Des Weiteren war dort zu lesen, dass "Pavel sich bis zuletzt korrekt verhalten hat".

Danach hatte es gestern Mittag nicht ausgesehen. Es hatte den Anschein, dass der 28-Jährige am Verein heftige Kritik übt. "Nachdem ich gegen Borussia Mönchengladbach nicht im Kader war, habe ich sofort den Wunsch geäußert, die Situation zu verändern. Die Stuttgarter Führung hat sich schweinisch verhalten, wonach ich keine Sekunde länger in diesem Verein bleiben wollte", wurde Pogrebnyak in einem Interview mit der angesehenen russischen Sporttageszeitung Sowjetski Sport zitiert. Auf der Stuttgarter Homepage dann gestern Abend ganz andere Töne: "Manch reißerische Worte, die heute durch die Medien geisterten, sind schlicht nicht wahr. Das ist nicht mein Stil. Ich war sehr gerne in Stuttgart."

Die Ablösesumme, die der Zwölfte der englischen Premier League für Pogrebnyak bereit ist zu zahlen soll bei rund drei Millionen Euro liegen. Nähere Einzelheiten über den Transfer wurden nicht bekannt, beide Vereine vereinbarten Stillschweigen.

Nach eigener Aussage in der Sowjetski Sport habe Pogrebnyak aber finanzielle Abstriche in Kauf genommen. Der kräftige Blondschopf, dessen Vertrag beim VfB im Sommer ausgelaufen wäre, war 2009 für 4,8 Millionen Euro von Zenit St. Petersburg als Ersatz für Mario Gomez zum VfB gewechselt. Er konnte die Erwartungen allerdings bei weitem nicht erfüllen. In 68 Bundesligaspielen für den VfB erzielte Pogrebnyak 15 Tore, in dieser Saison war es gerade mal ein Treffer in 14 Partien. Der wuchtige Angreifer war allerdings auch einige Zeit verletzt. Durch die Verpflichtung von Vedad Ibisevic in der vergangenen Woche hatte sich seine Position deutlich verschlechtert.

"Ich weiß, Stürmer werden vor allem an Toren gemessen, und diese Bilanz hat bei mir in Stuttgart nicht gestimmt", zeigt sich Pogrebnyak auf der Homepage einsichtig: "Aber ich habe das Gefühl, dass die Fans meinen Einsatz stets honoriert haben - deshalb ist es mir wichtig, mich von ihnen anständig zu verabschieden und zu bedanken."


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Autor: SID/SEB | 01.02.2012

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