
Kuka gibt nach kräftigen Auftragseingängen eine mutigere Prognose für 2012.
Der Roboter- und Anlagenbauer Kuka aus Augsburg traut sich nach einer unerwartet hohen Auftragsflut zu Jahresbeginn eine konkretere Prognose für 2012 zu. Der Umsatz dürfte rund 1,5 Milliarden Euro erreichen und die EBIT-Marge zwischen 5,5 und 6,0 Prozent liegen, teilte das Unternehmen mit.Laut dem Vorstandsvorsitzenden Till Reuter lassen die Erfolge im operativen Geschäft für 2012 eine weiterhin positive Geschäftsentwicklung erwarten. Die im MDax notierte Aktie legte vorbörslich mehr als 2 Prozent zu.
Im März hatte Kuka zunächst einen vorsichtigeren Ausblick gegeben und einen Umsatz mindestens auf dem Niveau des Vorjahres von 1,44 Milliarden Euro und eine EBIT-Marge von mehr als 5,5 Prozent als Ziel ausgerufen. Nun trieben die Bestellungen der für Kuka besonders wichtigen Autobauer und der Industrie zwischen Januar und März den Auftragseingang um mehr als die Hälfte nach oben auf den Rekordwert von 602,6 Millionen Euro. Analysten hatten ein so starkes Plus nicht auf dem Zettel. Der Auftragsbestand wuchs damit auf 981,2 Millionen Euro, 40 Prozent mehr als noch vor einem Jahr. Die Investitionen in die roboterbasierte Automation sei global weiterhin ungebrochen, hieß es im Quartalsbericht.
Vor allem die Automobilindustrie investiere unvermindert in neue Kapazitäten in den BRIC-Staaten und in bestehende Werke in Europa sowie den USA. Aber auch die übrige Industrie setze verstärkt auf Automation und Roboter. Die Zahl der Mitarbeiter stieg im Vorjahresvergleich um rund 10 Prozent auf 6804.
lby