Was meinen Sie dazu?

„Peeple“ heißt eine App, die ermöglichen soll, Menschen im Internet zu bewerten. Sollten solche Angebote lieber verboten werden?

|

PRO Die Grenze der Freiheit ist dann erreicht, wenn andere geschädigt werden. Das gilt auch im Internet. Als ob man mit Mobbing in virtueller Form nicht schon genug zu kämpfen hätte, soll jetzt noch eine App erscheinen, auf der man seine Mitmenschen kritisieren kann. Zwar haben die beiden kanadischen Erfinderinnen ihr Produkt zunächst entschärft – sich aber genügend Hintertüren offen gelassen, um die App künftig doch wie geplant laufen zu lassen. Die Folgen für die – womöglich anonym – kritisierten Menschen können verheerend sein und stehen in keinster Weise zum eher zweifelhaften Nutzen. Jeder sollte schließlich selbst wissen, ob ihm jemand sympathisch ist oder nicht. Statt reflexhaft die angebliche Freiheit im Netz über alles zu stellen, sollte man sich Gedanken um angemessene Umgangsformen machen. yel

CONTRA Ein Angebot ist nur dann wirklich attraktiv, wenn es eine nennenswerte Nachfrage dafür gibt. Dieses einfache Marktgesetz gilt auch für jegliche Dienste im Internet, so dubios sie sein mögen. Statt die Verantwortung für den Gebrauch etwa von „Peeple“ an anonyme Organe abzuschieben – wer eigentlich kann Internetinhalte verbieten? –, muss sich jeder User überlegen, ob er entspechende Angeote anklicken und damit unterstützen will. Die Erfinderinnen von „Peeple“ haben erklärt, mit ihrer Idee Geld verdienen zu wollen. Das wird nur funktionieren, wenn sie genügend Interessenten für ihre fragwürdige App finden. Ansonsten verschwindet sie bald von selbst, was bei einem Verbot kaum passieren dürfte. Denn verbotene Inhalte verschwinden nicht aus dem Netz, im Gegenteil: Sie werden noch reizvoller. lt

Abonnieren Sie das kostenlose Morning-Briefing aus der Chefredaktion
Damit starten Sie top informiert in den Tag. Außerdem im Newsletter: Die Wettervorhersage und die aktuelle Verkehrslage in der Region.
» zur Registrierung

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Themenschwerpunkt

Unsere neue Seite

Zusammen leben Vater, Mutter, ein bis zwei Kinder – Familie geht weit über das klassische Bild früherer Zeiten hinaus. Dem wollen wir mit unserer neuen Seite Rechnung tragen. Aktuelle Themen rund um das „Zusammen leben“ werden wir aufgreifen,

mehr zum Thema

Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Vollsperrung der A 8 in Richtung München nach schwerem Unfall

Am frühen Freitagmorgen ist es auf der Autobahn 8 bei Leipheim zu einem schweren Unfall zwischen zwei Autos und einem Lkw gekommen. Dabei wurden zwei Personen lebensgefährlich verletzt. Die Autobahn in Richtung München musste für mehrere Stunden voll gesperrt und der Verkehr umgeleitet werden. weiter lesen