Möbel selbst bauen: „Am Anfang nicht zu ambitioniert planen“

Michl Schmidt gibt in Stuttgart Kurse, wie man Möbel selbst bauen kann. Er sagt: Dafür muss man handwerklich nicht besonders begabt sein.

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Michl Schmidt empfiehlt am Anfang mit Holz zu arbeiten. Das sei einfach zu bearbeiten.  Foto: 

Kann auch jemand, der zwei linke Hände hat, Möbel selbst bauen?
Michl Schmidt: Dafür muss man kein besonderes Geschick mitbringen. Viel wichtiger ist das Interesse, mit den Händen zu arbeiten. In meinen Kursen sind oft Teilnehmer dabei, die noch nie etwas selbst gebaut haben.

Was empfehlen Sie diesen Anfängern?
Man sollte die ersten Projekte nicht zu ambitioniert planen. Ein riesiges Regal eignet sich nicht zum Einstieg. Sinnvoll ist etwas, bei dem man nicht viele Werkzeuge und Maschinen benötigt. Empfehlen kann ich zum Beispiel den Stuhl „Sedia Uno“, da reichen Säge, Hammer und Nägel. Der italienische Designer Enzo Mari hat ihn extra zum Nachbauen entwickelt.

Welche Materialien eignen sich?
Am Anfang würde ich Holz empfehlen, das ist am einfachsten zu bearbeiten. Man kann aber auch ganz alltägliche Dinge verwenden und daraus Einrichtungsgegenstände bauen.

Zum Beispiel?
Aus einer Leiter kann man sehr einfach ein Regal bauen. Ich habe auch schon gesehen, dass jemand aus einer alten Waschmaschinentrommel einen Grill gemacht hat oder aus einem Computergehäuse einen Hamsterkäfig. Da kann man oft mit sehr wenigen Handgriffen etwas Altem eine neue Funktion geben.

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Michl Schmidt (43) ist an sich Steinmetz und Bildhauer. Im Stuttgarter „Werkstatthaus“ lehrt er auch den Bau von Möbeln.

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