Würstchen auf die Faust

Bei all den neuen Entwicklungen beim Grillen macht es auch mal wieder Spaß ganz ursprünglich zu grillen. Nur Fleisch, Brot, Bier – und das am besten in der freien Natur.

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So kann’s auch gehen: einfach nur Würstchen über dem Feuer.  Foto: 

Seit einigen Jahren wird das Grillen zur gehobenen Küche: Meisterschaften werden ausgefochten und verschiedene Methoden wollen ausprobiert werden. Wer sich da nicht regelmäßig informiert, wundert sich über „Smoker“ und Obstspieße, die da statt Würstchen über der Flamme garen. Immer noch kreativere Ideen kommen auf. Und Dinge auf den Rost, die man dort früher nie hingelegt hätte.

Früher – wie war das noch? Da kaufte man beim Metzger Grillwürstchen und Koteletts. Letztere gerne mariniert in einer würzigen Soße, sehr salzig, und Knoblauch durfte auch nicht fehlen. Dann läuft auch das obligatorische Bier dazu besser. Es gab Kartoffelsalat sowie Ketchup und Senf und Menschen die sagen: „Wenn das Fleisch gut ist, braucht man keine Soße dazu.“

Wenn man sich heute zum Grillen trifft, dann wollen alle etwas mitbringen. Es gibt verschiedene Salate zur Auswahl, Fleisch von allen möglichen Tieren, Fische inklusive. Für Vegetarier grillt man Tofu, für Kinder Bananen und für Veganer Gemüse. Alle wollen mitmachen, auch die mit gewollten oder ungewollten Essensabneigungen. Und warum? Weil Grillen Spaß macht. Weil Grillen duftet. Weil Grillen Sommer, Sonne, Sonnenschein ist.

Bei all den schönen Entwicklungen unseres liebsten Sommervergnügens, ist es durchaus lohnenswert auch mal wieder zurück zu gehen in die archaischste Form der Essenszubereitung: Über Feuer ein Stück Fleisch grillen ­– und zwar draußen in der Natur. In unserer Region gibt es zahlreiche offene Grillstellen. Wer sie nicht kennt, findet im Internet auf der Seite von Hohenlohe Tourismus eine Liste der Grillplätze und -Hütten. Oder man spaziert einfach mal mit offenen Augen durch die Landschaft, dann fallen einem hier und da Schwenkgrille mit einer von Steinen umringten Feuerstelle ins Auge.

Weil es mühselig ist, in den Wald viel Ausrüstung mitzunehmen, wird aus dem Grillevent ein ganz ursprüngliches Vergnügen. Mehr als Fleisch, Brot, eine Gurke und ein Bier will man kaum tragen.

Bevor es losgeht muss Holz gesammelt werden, das unter dem Schwenkgrill zum Brennen gebracht wird. Ein Stück Grillanzünder beschleunigt die Sache. Hoffentlich hat man eine Zeitung oder eine Pappe dabei, mit der ordentlich gefächelt werden kann.

Fleisch drauf und los geht’s. Kein Nachbar meckert über den „Gestank“. Kinder sind vom Holzsammeln stolz ihren Teil beigetragen zu haben. Die Mutter muss kein dreckiges Geschirr spülen, denn das Waldwürstchen bekommt man gleich in zwei Brotscheiben auf die Faust. Selten schmeckt das Bier besser, nie das Fleisch erdiger.

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