Grillen ist auch was für „Spießer“

Heute ist der Welttag des Purzelbaumes. Was das mit Grillen zu tun hat? Auch beim Brutzeln haben Profis den Dreh raus und stecken die Leckereien auf einen Spieß – der in manchen Fällen ebenfalls rotiert. Mit diesen Tipps und Hinweisen wird die Grillparty jedoch ganz und gar nicht spießig.

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Unterschieden wird zunächst einmal in zwei Kategorien: reine „Spießer“ und fortgeschrittene „Dreher“. Wie beim Purzelbaum so auch beim Grillen - nicht jeder mag die Rotation. Beim Brutzeln sind die reinen „Spießer“ eher diejenigen, die der Drehung nicht viel abgewinnen. In diesem Fall muss das jedoch überhaupt nicht bieder oder langweilig sein. Ganz im Gegenteil: Der Variantenreichtum ist enorm, denkt man an die vielen Kombinationsmöglichkeiten. Gemüse kann mit Fleisch kombiniert werden. Schaschlik Spieße oder Garnelenspieße sind die Klassiker auf dem Rost. Obst kann mit Süßigkeiten aufgespießt werden, wodurch komplette „Spießer-Menüs“ mit Vor-, Haupt- und Nachspeisen denkbar werden. Eine möglichst geschickte Kombination des Grillguts macht die fehlende Drehung so beim reinen „Spießer“ wett.

Sogar die Wahl des Spießes selbst lässt kreativen Gestaltungsspielraum: Klassische Holzspieße sollten vorher eine Weile in Wasser gelegt werden, da sie sonst selbst Gefahr laufen, Opfer der Flammen zu werden. Es können aber auch einfacher handzuhabende Metallspieße verwendet werden. Noch extravagantere Spieße sind diejenigen, die nachwachsen. Probierfreudige „Spießer“ nehmen so auch gerne mal eine angespitzte Stange Zitronengras als Grillspießgrundlage oder einen gerade gewachsenen Rosmarinzweig. So hat man einerseits die Technik, die verhindert, dass das Grillgut durch den Rost fällt und bekommt andererseits ein zusätzliches Aroma in die schmackhafte Köstlichkeit.
 
Die fortgeschrittene Variante für diejenigen, die den Dreh raus haben

Die fortgeschrittene „Dreher“ hingegen ist zusätzlich dazu Freund der rotierenden Bewegung. Das hat auch gute Gründe: Es geht hierbei um ganze Brathähnchen, eine saftige Lammkeule oder eine reichhaltige Porchetta mit knuspriger Kruste – das Grillgut eben, das beim Metzger um die Ecke nicht schon fertig geschnitten in der Kühltheke liegt, sondern zumeist groß und mächtig, noch am Stück im Regal am Haken hängt. Die Zubereitung am Stück auf einem Drehspieß mit Motor, der sogenannten Rotisserie, erfordert zwar mehr Zeit, doch „Dreher“ streben eben nach dem ganz besonderen Geschmack. 

Aber warum diese Aufregung um sich drehendes Essen? Kurz gesagt: Es ist das ultimative Zubehör für alle, die gern besonders saftiges Fleisch servieren. Die Herausforderung liegt darin, das Grillgut möglichst zart werden zu lassen. Ganz allgemein ist es doch das wonach sich die meisten Grillfans sehnen: Ein großes saftiges Stück Fleisch mit einer knusprig würzigen Kruste. Die Rotisserie, ist dafür das perfekte Zubehörprodukt für probierfreudige Grillfans. Diese spezielle Modifikation, die häufig bei professionellen Gasgrills montiert ist, lässt die Bratenstücke oder Geflügel zumeist vor einem weiteren Brenner gleichmäßig horizontal um die eigene Achse drehen. Die Stücke werden hierzu mit Grillgabeln befestigt und dann in die passende Halterung eingelegt.

Das große Geheimnis dieser Methode liegt darin, dass sich nicht nur das Fleisch dreht, sondern auch der Bratensaft im Fleisch. So werden die Feuchtigkeit und der Saft auf dem Fleisch gefangen und es gart gleichmäßig von allen Seiten. Gewürze und Marinade werden dabei noch besser verteilt, da es außen um das Grillgut herumläuft und quasi frittiert wird, wobei wenig in die Hitzequelle tropft. Im Idealfall wird es außen schön knusprig und innen besonders zart und saftig. Die etwas längere Dauer nehmen eingefleischte Brutzler daher gerne in Kauf.

Expertentipp: Die Seite des Spießes, die direkt vor dem Brenner liegt, sollte sich nach oben drehen, damit das Fleisch schön saftig bleibt.

Auch hier bieten sich weitere Variationen und Kombinationsmöglichkeiten an. So können nicht nur Bratenstücke oder Geflügel in Rotation versetzt werden. Spezielle Abwandlungen wie Drehkörbe lassen auch Gemüse oder allgemein Grillgut rotieren, welches nicht mit Gabeln aufgespießt werden kann. Manche gehen sogar so weit und bereiten Pommes und Popcorn in sich drehenden Körben zu.
 

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