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Finger weg von Alu-Grillschalen

Bratwürste, Bauchfleisch, marinierte Steaks oder Grillkäse. Viele Grillfreunde brutzeln nie direkt auf dem Rost, um giftige Dämpfe oder krebserregende Stoffe auf den Speisen zu vermeiden: Aluschalen gehören daher zum festen Inventar, wenn es darum geht die Kostbarkeiten nicht den Flammen auszusetzen – gut gemeint aber dennoch gefährlich für die Gesundheit.

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Marinaden, saure oder salzige Lebensmittel und Alu sind eine gefährliche Kombination. Für den direkten Kontakt mit Lebensmitteln sollten daher Alternativen aus Edelstahl, Keramik oder Gusseisen verwendet werden.  Foto: 

Da meint man es besonders gut: Das köstliche Steak in fein-würziger Marinade liegt bereits seit Stunden im Kühlschrank und wartet nur darauf zubereitet zu werden. Das Motto vieler Grillfreunde lautet dabei: ein so kostbares Stück Fleisch setzte ich doch nicht den direkten Flammen aus - jeder weiß doch, dass im Kohlerauch krebserregende Stoffe entstehen können. Daher gehören Aluschalen häufig als praktisches Hilfsmittel für viele Brutzler dazu, um die Speisen zu schützen.

Was jedoch viele nicht wissen: Die Kombination von Aluminium mit salzigen und säurehaltigen Lebensmitteln, zum Beispiel im Zusammenhang mit Marinaden, ist ebenfalls bedenklich. Das ergaben zumindest die Recherchen des Verbrauchermagazins PlusMinus in einem aktuellen Beitrag, mit teils erschreckenden Erkenntnissen. Die große Gefahr liegt darin, dass eine chemische Reaktion bei der Berührung stattfindet, wobei sich Besorgnis erregende Mengen des giftigen Stoffes im Grillgut niederschlägt, welche dann mitgegessen werden.

Aluminium und Marinade – eine gefährliche Kombination

Zu Aluminium gibt die Europäische Lebensmittelbehörde folgende Empfehlung ab: Pro Woche nicht mehr als ein Milligramm Aluminium pro Kilogramm Körpergewicht aufnehmen. Übersetzt bedeutet das für einen 70 Kilogramm schweren Menschen eine maximale Tagesdosis von zehn Milligramm. Labortests im Auftrag des Magazins zeigten alarmierende Ergebnisse. Bei 16 von 20 Lebensmittelproben wurden deutlich höhere Alu-Rückstände nachgewiesen. Der Wert hatte sich durch das Grillen auf Aluschalen um das Doppelte bis Dreifache erhöht. Bei einem marinierten Hühnchen zum Beispiel schoss er von 3,4 Milligramm auf 9,1 hoch – eine satte Steigerung um 170 Prozent. Den mit Abstand höchsten Wert ergab ein eingelegter Grillkäse. Schon vor dem Grillen misst das Labor hier knapp 21 Milligramm Aluminium.

Experten schlagen Alarm – Warnhinweise und Verbote gefordert

Selbst für Toxikologen sind diese hohen Werte überraschend. Umso klarer sind die Forderungen der Experten. Durch die Bank sprachen sie sich für explizite Warnhinweise auf den Produkten aus, manche sogar für Verbote von fertig-marinierten Speisen in Alu-Grillschalen. Die Grillfreunde in der Region sollten sich daher in jedem Fall Bewusst sein, dass beim Grillen mit Aluschalen eine enorm erhöhte Konzentration des giftigen Stoffes im Lebensmittel vorhanden sein kann.

Aluminium wird zwar generell auf unterschiedlichsten Wegen aufgenommen, nicht nur über Lebensmittel: Durch die Luft, über Medikamente, über Kosmetika oder über das Wasser. Grundsätzlich sollte aber in jeglichen Situationen des Alltags dessen Aufnahme gering gehalten werden. Das Grillen mit Aluschalen steigert jedoch die Belastung enorm.

Daher gibt auch die Verbraucherzentrale Warnhinweise. Stark säure- und salzhaltige Lebensmittel, wie Apfelstücke, Zitronen, Essiggurken oder aber Feta, Salzhering, Wurst und Schinken gehören daher nicht in Aluminiumfolie, weder zur Aufbewahrung noch zur Zubereitung.

Unbedenkliche Alternativen gibt es zur Genüge

Die gängigsten Alternativen sind daher Grillschalen aus Edelstahl, Keramik oder Gusseisen. Damit ist nicht nur die Gefahr der enormen Alubelastung minimiert, sondern die meisten Schalen oder kleine Pfannen bieten noch einen weitere Vorteile: Beim Alufreien Grillspaß können diese mehrmals verwendet werden und das Grillfleisch bleibt zudem nicht darauf kleben, wenn diese vorher mit etwas Öl bestrichen werden.

Während vom direkten Kontakt von Alu mit dem Lebensmittel abgeraten wird, so können sie dennoch hilfreich sein: Dies ist allerdings nur der Fall, wenn sie indirekt, etwa als Auffangbecken für heruntertropfende Flüssigkeiten verwendet werden oder aber als Wasserschale zur Luftbefeuchtung in der Garkammer, was bei BBQ-Long-Jobs nach der Low and Slow Methode entscheidende Vorteile bietet.

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