Alt und jung lernen voneinander

Eine Leihoma wäre genau das richtige, postet eine alleinerziehende Ulmerin auf betreut.de. Eine andere sucht eine Art Opa oder Mentor für ihren praktisch veranlagten Sohn.

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Im Idealfall ergänzen sich die unterschiedlichen Eigenschaften von jung und alt: hier Innovation, da Erfahrung.  Foto: 
Großeltern sind wichtig für Kinder, weil sie gelassener handeln und weniger involviert sind als Eltern. Sie blicken auf ein Leben mit Höhen und Tiefen zurück, Beziehungen zu anderen Menschen sind ihnen oft wichtiger als noch materielle Ziele zu erreichen. Und so lange es der Körper mitmacht, freuen sie sich über die wuselnde Lebendigkeit der Kleinen. Schließlich kehren die abends wieder nach Hause zurück.

Doch die Solidarität über die Generation hinweg funktioniert auch andersrum. Seit mehr als 50 Jahren machen Schüler des Stuttgarter Fanny- Leicht-Gymnasiums Menschen jenseits der 60 Jahre Bildungsangebote. Zunächst gestartet mit Landeskunde, Englisch, Französisch und Musik, bringen Jugendliche ab 15 Jahren inzwischen den Älteren PC und Internet nahe oder machen mit ihnen Fantasietraining.

„Das Auftreten der Schüler wird souveräner“, erzählt die Initiatorin und ehemalige Physiklehrerin Ruth Schneider, außerdem lernen sie Verantwortung zu übernehmen und sich auf andere Menschen einzustellen. Bei einem Durchschnittsalter von 75 Jahren funktioniert bei dem einen das Gehör nicht mehr so gut und beim anderen ist das Lerntempo deutlich langsamer. Jeweils mittwochs und freitags kümmern sich 63 Schüler um 170 Senioren. Die 89-jährige Pädagogin koordiniert zusammen mit der Lehrerin Anne Franke die Kurse und bereitet die Schüler auf ihre Aufgaben vor.
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