Das herbe Gold der Welt

In Deutschland gibt es Bier – oder zumindest etwas Ähnliches – schon seit dem Jahre 736.

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Kein Wunder also, dass die Auswahl an regionalen und überregionalen Sorten recht umfangreich ist. Obwohl nach dem Reinheitsgebot nur Malz, Hopfen, Wasser und Hefe ins Bier dürfen, führt das Brauen zu ganz unterschiedlichen Ergebnissen. Die beliebtesten Biersorten der Deutschen sind Lager, Weizenbier oder Helles. Doch auch weniger verbreitete Sorten wie Zwickl, Schwarz- und Altbier, Gose oder Märzen haben ihre Fans.

Indian Pale Ale wurde aus Versehen erfunden

Der Begriff „Ale“ ist ein alter Begriff für ein alkoholisches Gerstengetränk und steht in Großbritannien als Synonym für „beer“. Auf der Insel gibt es viele unterschiedliche Sorten wie „Heather Ale“ aus Schottland, bei dem zum Würzen neben Hopfen auch Heidekraut verwendet wird, oder  „Pale Ale“. Das ist ein helles Bier aus Malz, manchmal auch aus Roggen, Weizen oder Polenta. Immer beliebter, auch in Deutschland, wird das „Indian Pale Ale“ oder kurz IPA, helles, stärker eingebrautes „Pale Ale“ mit einem sehr würzigen und fruchtigen Geschmack. Angeblich war dessen Erfindung ein Versehen: Im 19. Jahrhundert wollten die Briten  „Pale Ale“ in ihre indischen Kolonien verschiffen. Damit es auf der langen Seereise nicht verderben kann, wurde das Bier mit mehr Alkohol als üblich eingebraut. In Indien angekommen, sollte es vor dem Trinken mit Wasser wieder verdünnt werden. Es scheint aber auch so geschmeckt zu haben.

Ebenfalls eine große Auswahl an Biersorten gibt es in Belgien. Schon seit dem Mittelalter wird dort gebraut. Zu den beliebtesten belgischen Bieren gehören die untergärigen Pilssorten von auch im Ausland bekannten Marken wie „Stella Artois“, „Jupiler“, „Maes Pils“ und „Haacht“. Eine besondere Spezialität ist das „Lambic“. Die Bierwürze wird unter Verwendung von Wasser, Weizen, Gerste und Hopfen in einem Kessel mehrere Stunden gekocht. Anschließend wird der Sud in einen offenen Bottich gefüllt, in dem die Würze bei Zimmertemperatur einige Stunden stehen bleibt. Das Ergebnis ist ein sehr trockenes Bier.

Auch in China wird Bier gebraut. Und zwar in der ehemaligen deutschen Kolonie, der Stadt Qingdao. Das dortige „Tsingtao“-Bier wird, wie in Asien üblich, aus Reis gebraut.

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Auch die Schwaben trinken gerne Bier. Im letzten Jahr zahlten sie im Schnitt 1,32 Euro für einen Liter. Der bundesweite Durchschnittspreis liegt bei 1,28 Euro.

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