Ulm/Neu-Ulm:

stark bewölkt

bewölkt
21°C/16°C

- Anzeige -

Hier liegen Sie richtig

Alle acht bis zehn Jahre sollte man sich eine neue Matratze zulegen, raten Experten. Die richtige zu finden, ist gar nicht so einfach. Schließlich verbringt der Durschnittsmensch ein Drittel seiner Zeit im Bett.

Kerstin Auernhammer | 0 Meinungen
Die Qual der Wahl beim richtigen „Schlafgerät“ beginnt schon beim Bettgestell. Holz, Metall oder Plastik? Natur, lackiert oder poliert? Single-Größe, etwas breiter oder gleich ein Doppelbett? Der Rahmen des Bettes wird meist nach ästhetischen Gesichtspunkten ausgesucht, da er auf die Qualität des Schlafs keinen Einfluss hat. Es ist mehr eine Frage des eigenen Geschmacks und des Platzangebots im Schlafzimmer.

Der Lattenrost hingegen ist umso wichtiger für einen guten Schlaf. Auch er sollte bei Bedarf ersetzt werden. Ist er nämlich ausgeleiert, kann er der Matratze nicht die richtige Stütze bieten. Auf einer durchhängenden Matratze drohen aber unruhiger Schlaf und Rückenschmerzen. Wichtig ist beim Lattenrost der Härtegrad: Dieser wird unter anderem durch die Anzahl der Latten bestimmt. Moderne Lattenroste bieten die Möglichkeit, jede einzelne Strebe individuell einzustellen. Dadurch wird die Matratze optimal unterstützt. Am besten ist es, Matratze und Lattenrost zusammen zu kaufen. Nur so ist gewährleistet, dass beide gut zusammenspielen können.

Kunststoffe und Metallfedern ersetzen das Stroh

Bei der Matratze selbst gibt es die unterschiedlichsten Ausführungen. Unsere Vorfahren schliefen meist auf Stroh – es ist flexibel und passt sich dank seiner Luftpolster der Körperform an. Allerdings verliert es mit der Zeit an Spannkraft; und ist erst im wahrsten Sinne des Wortes „die Luft raus“, schläft man auf einer sehr harten Unterlage. Heute gibt es drei gängige Arten von Matratzen: Federkern, Kaltschaum und Latex. Bei Federkernmatratzen sorgen metallene Sprungfedern für die Nachgiebigkeit. Wegen ihrer hohen Luftdurchlässigkeit sind sie ideal für Menschen, die nachts stark schwitzen. Nachteil: Die Federn schwingen etwas nach, wer sich nachts häufig bewegt, könnte einen unruhigen Schlaf haben. Matratzen aus Kaltschaum werden aus aufgeschäumten Kunststoffen hergestellt. Sie federn so gut wie gar nicht nach und bestechen durch eine hohe Punktelastizität. Besonders gut geeignet sind Kaltschaummatratzen für Verfrorene: Denn sie halten die Wärme nah am Körper.

Probeliegen am besten mit dem eigenen Kopfkissen

Der Rolls Royce unter den Matratzen besteht aus Latex. Das Material passt sich dem Körper perfekt an, gibt genau so weit nach, dass die Stützfunktion erhalten bleibt. Einziger Nachteil dieser Matratze ist ihr hohes Gewicht: Das kann beim Umdrehen oder Beziehen ganz schön in die Muskeln gehen.  

Generell gilt: Je höher das Gewicht des Schlafenden, desto härter muss die Matratze sein. Um die ideale Unterlage zu finden, sollte man sich ausführlich beraten lassen und im Geschäft in der bevorzugten Schlafposition Probeliegen – am besten mit dem eigenen Kopfkissen.
Linktipp - Anzeigen