Raus mit der Sprache

Wer unter einer Sprachstörung leidet, fühlt sich oft als Außenseiter. Eine Therapie beim Logopäden kann helfen.

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Eine gesunde Stimme und eine verständliche Aussprache sind jedoch keine Selbstverständlichkeit. Viele Menschen leiden unter Sprachstörungen, wie zum Beispiel Stottern oder Lispeln. Logopäden behandeln diese Störungen. Ohne eine Therapie können Sprachstörungen das soziale und berufliche Leben stark beeinträchtigen. Kontaktschwierigkeiten und sogar Vereinsamung können die Folge sein. Eine gezielte Behandlung, auf die Bedürfnisse jedes Patienten abgestimmt, kann die Kommunikationsfähigkeit verbessern oder gar wiederherstellen. Behandelt werden Menschen jeden Alters. Ein Logopäde sollte ein gutes Gehör haben sowie psychologisches Einfühlungsvermögen besitzen. Logopäden arbeiten angestellt oder selbstständig in Fachpraxen, Krankenhäusern, Rehabilitationszentren oder Logopädieschulen.
Die Behandlung eines Patienten verläuft ähnlich wie bei einem Arzt. Dazu gehört die Beratung des Patienten und dessen Angehörigen, wobei die Leidensgeschichte der Betroffenen deutlich werden soll. Der Logopäde erhebt eine sogenannte Anamnese, sie fasst das Leiden und die Erfahrungen des Patienten zusammen und hilft so eine Diagnose zu stellen. Anschließend folgt eine Untersuchung, um das Ausmaß der Störung festzustellen. Der Logopäde testet den Wortschatz des Patienten, Lautentwicklung und Grammatik. Wichtig dabei sind eine entspannte, vertrauensvolle Umgebung und gerade für Kinder spielerische Übungen. Schließlich wird individuell ein stimmtherapeutisches Verfahren ausgewählt, anhand dessen die Sprachstörung therapiert werden kann. Je nachdem, wie stark die Störung ausgeprägt ist, dauert eine Sitzung zwischen 30 Minuten und einer Stunde und findet ein- bis fünfmal in der Woche statt. Die Dauer der Therapie hängt ebenfalls vom Grad der Störung ab. Manchmal reichen bereits wenige Sitzungen aus, ebenso ist eine Behandlung über Jahre hinweg möglich.
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