Gartenmöbel: Einfach mal gepflegt draußen abhängen!

Mit dem Frühling hat auch die Stunde der Gartenmöbel geschlagen. Dank weicher Sofas und verstellbarer Tische ist es draußen mittlerweile so gemütlich wie drinnen.

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    Tierisch gemütlich sind die Loungemöbel für Garten und Terrasse. Foto: 
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    Meist sind sie aus Polyrattan gefertigt ... Foto: 
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    ... so wie diese Liegestühle. Foto: 
  • Auch für Hängesessel und Blumentöpfe eignet sich der geflochtene Kunststoff.    4/5
    Auch für Hängesessel und Blumentöpfe eignet sich der geflochtene Kunststoff. Foto: 
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    Auch schöne Blumentöpfe werten einen Garten auf. Foto: 
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Wenn die ersten Sonnenstrahlen im März endlich den Frühling ankündigen, dann hat Sevim Dogan noch ihre Ru­he. „Es muss schon zwei oder drei Tage am Stück schön sein, damit bei uns Kundschaft kommt“, sagt sie. Solange bräuchten die Leute, um zu merken, dass ihnen zum perfekten Frühjahrsglück noch etwas fehlt. Mit dem Frieden ist es seit einigen Wochen vorbei.

Seit drei Jahren betreibt Dogan in Ulm das „Gartenlager“, verkauft dort Möbel, Schirme und Grills für die sonnige Jahreszeit. Seit sie den Laden in der einstigen Industriehalle betreibt, nimmt die Nachfrage nach Gartenmöbeln aller Art Jahr für Jahr zu. „Die Kunden sind bereit, mehr Geld für ihren Garten auszugeben“, sagt sie. Dass das auch notwendig ist, zeigen die Preisschilder an den Ausstellungsstücken. Zwar gibt es noch immer klassische, weiße Plastikstühle, die mit klappbarer Rückenlehne bereits ab etwa 60 Euro zu haben sind – für bequemere Stühle mit einer Sitzfläche aus Netzstoff oder gar Loungemöbel mit dicken, wetterfesten Polstern müssen die Kunden deutlich tiefer in die Tasche greifen. „Da sind nach oben fast keine Grenzen gesetzt“, sagt Sevim Dogan.

Natürliche Farbtöne sind angesagt

Im Trend sind in diesem Jahr Möbel aus Polyrattan, also geflochtenem Kunststoff. Je nach Qualität schwanken die Preise auch hier. „Je grober die Flechtung, desto günstiger“, weiß die Expertin. Einen Unterschied macht auch, ob das Möbelstück aus reinen Kunststofffasern geflochten ist, oder ob eine natürliche Faser mit Kunststoff ummantelt wurde. Nachdem in den vergangenen Jahren vor allem Grautöne dominierten, geht der Trend auf der Terrasse in diesem Jahr farblich eher zu natürlichen Tönen: Braun, beige oder altweiß stehen hoch im Kurs.

Angesagt ist auch Flexibilität. Wandelbare Möbelstücke bestimmen die Kataloge der großen Hersteller. „Besonders oft kaufen die Kunden ausziehbare Tische“, sagt Dogan. Mit nur wenigen Handgriffen lässt sich die Tafel im Grünen von 1,60 Meter auf 2,80 Meter Länge erweitern. So findet beim Grillfest gemütlich die halbe Nachbarschaft Platz. Aber nicht nur in der Länge ist Wandelbarkeit ein großer Vorteil. Auch in der Höhe. Mit hydraulischer Höhenverstellung wie bei einem Bürostuhl lassen sich die sogenannten „Lift-Tische“ an drei verschiedene Sitzhöhen anpassen. Ein niedriger Couchtisch, ein mittelhoher Kaffeetisch oder ein hoher Esstisch – alles in einem Möbelstück. Das hat seinen Preis, die Tische beginnen bei 500 Euro.

Wer reichlich Platz und genügend Geld hat, nutzt die Terrasse dank Loungesofa längst als erweitertes Wohnzimmer. Auch dabei dominiert in diesem Sommer die Flexibilität. Vorbei ist die Zeit der Zwei- oder Dreisitzer mit genormter Anordnung und genormten Maßen. Mit einzelnen Elementen lässt sich die Sitz- oder auch Liegewiese dem eigenen Outdoor-Paradies anpassen. Was aber empfiehlt die Möbelberaterin den vielen Stadtbewohnern, die von einer großen eigenen Terrasse mit Lounge-Ecke und höhenverstellbarem Lift-Tisch nur träumen können? „Auch für kleine Balkone gibt es einige Lösungen“, sagt Sevim Dogan. Für den entspannten Urlaub auf Balkonien empfiehlt sie einen klappbaren Tisch und stapelbare Stühle: „Das spart viel Platz!“

Diese Not haben Meike Berrens und Roland Botzenhardt aus Senden nicht. In ihrem Garten haben sie viel Platz, unter anderem für eine Essecke mit Grill und Loungemöbeln. Weil das Hochwasser im vergangenen Jahr aber das Gartensofa davonschwemmte, sind die beiden auf der Suche nach neuem Mobiliar. „Die Lounge-Ecke“, sagt Meike Berrens, „ist für mich im Sommer wie ein zweites Wohnzimmer im Grünen – dort lese ich, dort esse ich, und dort schlafe ich auch manchmal.“ Und nicht selten ist sie dort in großer Gesellschaft. Regelmäßig treffen sich Familie und Nachbarn im Sendener Garten, um zu grillen und gemeinsam zu essen.

Wichtig ist aber nicht nur der richtige Sitz- oder Liegeplatz an der Sonne, sondern auch der Schutz vor zu viel Strahlung und damit Sonnenbrand. Wer bei der Wahl des Sonnenschirms ebenfalls voll im Trend liegen möchte, der hält sich wie bei den Möbeln an erdige Farben: braun oder beige. Für Traditionalisten lohnt sich aber auch der Griff zu Althergebrachtem, sagt Dogan: „Grün geht natürlich immer!“

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Herbst Zum Überwintern eignet sich am besten ein trockener Ort. Für diejenigen, die im Keller aber nicht genug Platz haben und ihre Möbel im Winter draußen stehen lassen müssen, hat Sevim Dogan vom Ulmer Gartenlager einen besonderen Tipp: „Einfach eine Wolldecke über die Möbel legen. Die atmet und sorgt dafür, dass sich darunter kein Schimmel bildet.“ dna

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