Sal-Weide zieht 179 Arten an

Hummeln, Wespen, Bienen, aber auch Falter und Käfer – die Sal-Weide bietet vielen Arten Nahrung.

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Auf den Zweigen der männlichen Sal-Weiden sitzen die flauschigen Weidenkätzchen.  Foto: 

Kätzchen ihr der Weide, wie aus grauer Seide, wie aus grauem Samt! O, ihr Silberkätzchen, sagt mir doch, ihr Schätzchen, sagt, woher ihr stammt... Den Dichter Christian Morgenstern haben die flauschigen Weidenkätzchen literarisch inspiriert. Besonders wertvoll sind sie vor allem in ökologischer Hinsicht: Der Frühlingsblüher mit den silbrig glänzenden Puscheln an den Ästen bietet Insekten schon Nektar an, wenn viele Pflanzen erst aus dem Winterschlaf erwachen. Allein 179 Tag- und Nachtfalterarten steuern das Weidenkätzchen an, erläutert die Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft.

Aber auch Hummeln, Wespen und Bienen sowie vor allem Schwebfliegen und Käfer sind während der Blütezeit Gäste an der Pflanze, die auch als Sal-Weide bekannt ist. Außerdem benötigen die Raupen von 37 Tag- und Nachtfalterarten die Blätter als Nahrungsquelle.

Die Sal-Weide kommt in Wäldern vor, aber sie lässt sich auch in Gärten setzen.  Sie  bevorzugt nährstoffreiche, frische bis feuchte Böden, kommt aber auch noch auf mäßig trockenen Böden klar. Der Bundesverband Garten- und Landschaftsbau (BGL) empfiehlt sie nicht zuletzt als Sichtschutz. Mit der botanisch als Salix caprea bezeichneten Pflanze lasse sich relativ schnell ein Grundstück grün umranden.

Was Hobbygärtner aber wissen müssen: Es gibt männliche und weibliche Weiden, die Weidenkätzchen kommen nur an den männlichen Pflanzen vor.

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