Die Verbindung zum Himmel

Es muss nicht immer ein großer Teich oder gar ein Bachlauf sein, ein Schöpfbecken oder eine schöne Vogeltränke reichen schon aus, um den Garten um das Element Wasser zu bereichern.

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Wasser: Ein wichtiges und wirkungsvolles Gestaltungsinstrument.

 Ein ausgehöhlter Stein kann zur Tränke werden, ein Findling oder eine Figur aus Edelstahl oder Keramik, die dann einen schönen Kontrast zu den Pflanzen schafft, erklärt der Gartengestalter Wolfgang Bergles: „Spannend sind auch überlaufende Töpfe, die von unten mit Wasser gefüllt werden“.

Eine in den Boden eingelassene Zisterne und eine kleine Pumpe sorgen für einen geschlossenen Wasserkreislauf. Möglichkeiten, Wasser im Garten einzusetzen, gibt es zahlreiche.

Ist kein Platz für ein Becken oder gar einen Teich, kann es auch ein Sprudler sein, der aus einer Steinkugel ragt oder ein Wasserspeier, der in eine Mauer eingebaut ist. Aber eines solle man dabei beachten: „Lieber ein Element richtig machen, als alles nur ein bisschen.“ Und man soll es nicht nur einsetzen, damit es eingesetzt ist. Das Konzept muss stimmen – einschließlich der passenden Pflanzen.

Wasser ist für den Gärtnermeister einfach zu wichtig: „Es ist die Verbindung zum Himmel“. In ihm spiegelt sich das Licht, der Mond, die Sonne, Wolken und Pflanzen. „Dadurch bekommt der Garten eine andere Dimension“, schwärmt er. Kommt dann noch ein Vogel und badet in dem Nass, bilden sich durch die Wellen glitzernd neue Bilder.

Auch für moderne Häuser gibt es den passenden Teich oder einen großen Trog, dessen Ufer nicht unbedingt natürlich geformt sein muss. Auch mit strengen Linien, Ecken oder Kreisen kann man ein anderes Element – vom Haus zum Beispiel – wieder aufgreifen und so einen bewussten Gegensatz zum Pflanzenbild schaffen.

Für Bergles passt ein Gartenteich mit Pflanzen und Tieren am ehesten in einen Naturgarten. Denn ein Teich zieht immer auch Nützlinge an, was wiederum gut für die Vögel ist. Die Angst vor Schnaken, die vielleicht dann auch in Heerscharen über die Gartenbesitzer herfallen, hält der Gestalter freilich für unbegründet. „Mückeninvasionen bilden sich eher in stehendem Wasser wie zum Beispiel in einer Regentonne.“

Mit einem Naturgarten schaffe man sich zuhause eine biologische Vielfalt, die es so in einem ausgeräumten Garten nie geben wird. Schließlich finde das Naturerlebnis heute oft im eigenen Garten statt. Schon deshalb bietet er nicht nur eine hohe Lebensqualität, sondern kann für Kinder auch zur Lebensschule werden.

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